Band 
Erster Band.
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W A SSE E STOFFGAS' UND SaUEBSTOFFGAS.

ihren Tlieilen auszumessen. Das Beste ist eine Glocke anzuwenden, die gut ge-drehet und vollkommen cyliiulrisch ist ^ um die Schätzungen und Berechnungenbesser vermeiden zu können.

Das beschriebene Instrument wurde von Meig nier dem Jüngern gemacht dernach L avoisicr es aufs Genaueste, so wie es beschrieben ist, ausgeführl hatte.

(Man sehe Lavoisicr Traite elementaire II. Artikel Combustion du gazhydrogene und Gazomelre).

Der auf die oben angeführte Weise eingerichtete Ballon stand mit einemPumpapparate in Verbindung, der ihn luftleer machte, und zugleich den nichtverbrauchten Rückstand der Gasarten ausleerte, dessen innerer Raum aber sie^ben bis acht Mal gröfscr war.

Anstatt eine bestimmte Menge WasscrstoiTgas auf ein Mal in den Ballon zubringen und die ganze MasSe auf ein Mal durch die Lebensluft zu verbrennen"wurde es langsam durch ein Haarröhrchen zugeführt, so , dafs wenn es einmal an-gezündet war, es fortfuhr mit nach unten gekehrter Flamme zu brennen so lan-ge Lebensluft da war. 1)

Die angewandten Quantitäten betrugen nach Abzug des Rückstandes unddes durch die Pottasche ihnen entzogenen Wassers, aufs Genaueste gewogen3188.4 Gran.

Man erhielt 3219 Gran Wasser, dessen spec. Schwere zu der des gewöhn-lichen destillirten Wassers sich verhielt wie 1.0051: zu 1 ; also ohngefähr 30 Granmehr als das Gewicht der Gasarten betrug. Den Ueberschufs an Gewicht schreibtGuy ton einem leichten Irrthum in der Schätzung des Gewichts der Gasarten,der durch die Verschiedenheit der Temperatur des Ballons in dem sie gewogenwurden und des Innern der Gasmesser verursacht sei, zu.

Dieses Wasser hatte einen gelinden Geruch, einen sauren Geschmack, rö-thete das blaue Papier ein wenig, braufste mit kohlensaurer Pottasche auf, undgab mit blausaurem Kali keinen Niederschlag.

1152 Gran dieses Wassers, (oder 0,3575 des Ganzen,) gaben mit Kali gesä-tigt nach dem Abrauchen 20 Gran eines Salzes, das auf Kohlen wie Salpeterschmolz; woraus folgt, dafs das Ganze nicht vollkommen so viel Säure hielt,als hinreichend ist 56 Gran Salpeter zu bilden. Der gasförmige aus dem Ballonerhaltene Rückstand wog bei einem Volum, das dem von 444 Gran Lebcnsluftgleich war, 432 Gran; er wurde durch Salpetergas so verändert, wie Luft, die

l) Die Gasarten waren anf’s sorgfältigste bereitet, und einige Zeit über einer Auflösung von Pottasche,um sie von aller Säure zu befreien, gehalten; ehe sie in den Ballon kamen strichen sie über beistarken Feuer calcinirte Pottasche, die das Wasser znrückhielt, mit dem sie angeschwängert«ein konnten ; das WasserstofFgas war aus Wasser durch glühendes Eisen erhalten, die Lebens-Urft aus rothem durch Salpetersäure bereitetem Ouecksilberoxyd.