Band 
Erster Band.
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W ASSERSTOFFGAS UNB SaUERSTOFFGAS

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beiden vorhergehenden Versuchen; sie machte Kalkwasscr etwas trübe, v/irktfaber auf Eisen und Kupferfeile,' und auf die Auflösung des Silbers in Sal-petersäure nichts; aus Glöttessig schlug sie einen starken Satz zu Boden, unddie Kiystailen, welche sie mit Weinsteinsalz gab, waren auch sehr deutlich vitri-olischcr Weinstein.

6) Stellten sie diesen Versuch auch mit dephlogistisirtcr Luft aus Mennigeund Kochsalzsäure an , von der sic 2 Theile mit 3 Theilen entzündbarer aus Ei-sen und verdünnter Vitriolsäure vermischten; sie nahm bei der ersten Entzün-dung um bei der zweiten um ?, und bei der dritten um A, und bei der vier-ten um 1 ab. Bei dein Eröffnen der Kugel konnten sie keinen deutlichen saurenGeruch wahrnehmen ; der Geschmack war sauer, aber ganz anders, als in denvorhergehenden Versuchen, doch nicht entscheidend der Geschmack der Koch-salzsäure ; sic machte Kalkwasser etwas trübe , und wirkte auf Eisen und Kup-ferfeile so wie auf ihren GlöLtessig nichts; aber Silber wurde von einem kleinenTheile derselben aus Salpetersäure gefallt ; durch Sätiguug mit Weinsteinsalzgab sie Kry stallen, welche deutliche Merkmale von Kochsalzsäure, und zumTheii eine vollkommene \Vürfelgeslalt hatten.

7) Bei dem vorhergehenden Versuche hatten sie die dephlogislisirte Luftvermittelst Kochsalzsäure, die von Vitriolsäure gereinigt war, entbunden, jetztwiederholten sie ihn mit solcher, die aus dem gemeinen Salzgeiste gewonnenwar, und mit entzündbarer aus Zink und Kochsalzsäure. Die Feuchtigkeit, diesie jetzt bekamen, machte, sowohl den Glöttessig, als die Auflösung des Silbersin Kochsalzsäure trübe; sie glauben daher dafs sie Vitriolsäure und Kochsalz-säure enthielt. Die zu allen diesen Versuchen angewandte dephlogistisirte Lufthatte vorher einige Zeit über Wasser gestanden , und war 24 Stunden hindurchmit einer Auflösung v r on Weinsteinsalz in Berührung gewesen.

Endlich nahmen sie die Zerlegung der dephlogistisirten Luft aus rotliem Prä-cipitat durch entzündbare Luft aus Zink und Laugensalz, also ohne Saune, vor,übrigens aber verfuhren sic eben so wie bei den vorhergehenden Versuchen.

Die Feuchtigkeit in der Glaskugel zeigte, nachdem die Luft viermal ange-steckt war. schwache Spuren von Säure, doch braufste sie etwas mit feuerfestemLaugensalze auf, und zeigte so wohl da, als auch von selbst Krystallen, die sichdeutlich wie .Salpeterkrystallen verhielten. Sie bemerkten, dafs wenn sie vieleentzündbare Luft zum Versuche nahmen, die zurüekbleibende Feuchtigkeit kei-ne, oder nur schwache Spuren von Säure zeigte, zugleich aber auch, dafs keineSäure darin wahrzunehmen war, wenn zu wenige entzündbare Lull genommenwurde: sie haben unter einer grofsen Glasglocke zwei Theile dephlogistisirtcr Luftmit 3 Theilen entzündbarer vermengt, damit auf die beschriebene Weise dieFVlaskugel gefüllt, nachher die Luft durch den electrischen Funken entzündet,

MEYERS SYST. DARSTELLUNG, I. BAND., X