Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

W A S S £ fU

ISI

seine Winkel ln aas, waren die Spitzen zwar schon sämtlich ahgeschmoLzen,aber sie waren doch noch vollkommen gut bestimmbar. Er formte nach dmAbmessungen des vorerwähnten Krystalls ein Octaeder von Thon, nmd fand ,daß das von Eis einen Winkel an der Spitze der Pyramide von 35% und ander Vereinigung der beiden Pyramiden etwa einen von 145“ hätte haben müsse«.<a. a. 0. S, 32—34.)

Mairan (Abhandl. v. Eise, aus dem Französls. übersetzt, Leipzig 1752.S. 214.) iiefs Wasser in einer runden Röhre die im Liebte 4 Linien weit war,gefrieren ; nahm hierauf durch geliudes Erwärmen den kleinen Cyünder ausder Röhre, und nachdem er ihn von Neuem dem Froste ausgesetzt hatte, legteer ihn fest, auf 2 Stützen, die 6 Zolle weit von einander gesetzt waren, undhangle in der Mitte an ihn vermittelst eines Fadens ein Körbchen, in welcheser so viel Schrot warf, bis der Eiscylinder .zerbrach. Er fand das kurz v«dem Zerbrechen getragene Gewicht = 1 Pfund 1 Unze und 2 Ouentehtaa. Erwiederholte den Versuch mehrmals, erhielt aber andere Resultate, nachdemmehr oder weniger Luftblasen im Eise, nachdem diese darinn mehr oder wenigergleichförmig ausgebreitet waren, nachdem das Eis schon eine längere ©derkürzere Zeit gelegen hatte. Diese Versuche wunden in Aieder-Laugraed©©gemacht. Im Januar 1740 wiederholte er den Versuch .zu Paris,-als das Ther-mometer mehr als 9° unter dem Eispuncte war, mit einem Gylindcr von .Es,dessen Grundfläche ziemlich genau 12 Linien .oder einen Zoll im Durchmesserhatte, und auf ein paar Stützen, die eben -so weit von einander standen, ruheite,nachdem er 24 Stunden in der Kälte gelegen hatte. Er trug 40“ Pfund lumd•zerbrach von eiif’en; daraus folgt, nach .gehöriger Reckiclion der Stärke beider■Cy linder auf einander , dafs der Widerstand dieses Eisstückes etwas größergewesen sei, als der Widerstand des Cylinders , der vier Linien im Durchmesserhatte. Uebrigens fand er, und hörte es auch von andern bestätigt, dafs über-haupt das Eis desto fester sei, je größer die Kälte ist, oder je kälter dasLänder sind, darinn cs entstanden ist.

•Das Eis ist spezifisch leichter als Wasser. (P rieslieg Geschichte rund.gegenwärtiger Zustand der Electricitätteutsclie Ueberse'tzung S. 4Ob..) Mansetzt gewöhnlich das Verhältnifs der specif. Schweren des Wassers und Eiseswie 1000 zu ,916, oder wie 9: 8, allein es findet sieh hiebei viel Verschieden-heit, je nachdem die Luft in größerer oder geringerer Menge aus dem Eisegegangen ist, und. sich in kleinern oder großem Blasen durch dasselbe verthdilthat. Mairan und andere nach ihm haben bemerkt, daß schon nachdem es•entstanden ist, sein Volumen noch zunehme und seine speeiEsieke Schweinevermindert werde. Mairan ließ im Jahre 1,740 ein Stück Eis, dessen sipeieäiflSchwere der Schwere des Wassers betrug acht Tage lang ina Tröste .steten*,