Band 
Erster Band.
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Wasser u m d W s. r m e.

wenn gleich der erwärmende Zuflufs derselbe bleibt. Sobald alles Eis geschmol-zen ist, zeigt das Thermometer im geschmolzenen Wasser , vorausgesetzt, dafsder erwärmende Ausflufs immer der ncmliche bleibt, die Grade der Wärme nachdem Verhältnisse desselben, es steigt alfmählig, aber ein wenig langsamer, alsvor dem Zeitpunkte, wo das Eis zu schmelzen anfing. Das Thermomcler fahrtnun immer fort zu steigen, und kömmt endlich bis an den Siedepunkt. ( Pictctin s. Versuche vom Feuer; teutsehe Ausgabe, S. 24 f. )

Wilke wog in gleichen blechernen Cylindern gleich viel eiskaltes Wasserin dem einen und weichen Schnee in dem andern ab. Beide Cylinder wurden inein Gefäfs mit Wasser gesetzt, das sich über Feuer im vollen Kochen befand.Sobald ein Schwedisches Thermometer im Cylinder mit Wasser 72° erreicht hat-te, wurde der Cylinder mit Schnee, (der während dem zusammensank) mit-telst eines Fadens aus dem Wasser gezogen, und ein in ihn gebrachtes Ther-mometer zeigte nur 2°, als aber der bis aufetwas weniges noch nicht völlig zer-schmolzene Schnee nun gan^ zergangen war, fiel das Thermometer auch völligauf 0, wo es nun stehn blieb. IN ahm* Wilke die Sclmcebüchse früher heraus,als bis das Thermometer im Wassercylinder die 72° erreicht hatte , so blieb vielSchnee ungeschmolzen, wartete er dagegen länger, so schmelzte nicht nur allerSchnee, sondern das Schneewasser hatte auch einige Wärme über 0 erreicht.( Schwedische Abhandl. J. 1772 B. 34 S. 39. )

Als derselbe Schnee zu 32° Fahr, mit einer gleichen Menge Wasser von162» vermischte , so schmolz das Gemisch ganz"j und der hineingetauchte Wär-memesser fiel auf 32 herab , welches 130° Unterschied macht. ( de la Mctherieüber reine Luft; teutsehe Ausgabe B. I. S..31. )

Wilke (Schwed. Abhandl. B. 34. 1776. S. 93) fand aus einer Reihe vonVersuchen als Mittel, dafs die Wärme ijj einer Mischung von Wasser und Schneenicht, wie in einer Mischung von warmen und kalten Wasser , gleichmäfsig ver-theilt werde, und wirksam rückständig bleibe , sondern dafs allemal eine gewisseund beständige Menge davon verlohren gehe, welche nach dem Schwed. Therm.72° betrage. Diese 72° gehen nach ihm nur auf's Schmelzen; darauf verhältsich, geschmolzenes Eis und geschmolzener Schnee wie eiskaltes Wasser undverstattet der übrigen Wärme sich gleichförmig durch die ganze Masse zu ver-theilen. Hat z. B. eine Menge Wasser genau 72 Q (Schwed.) Wärme und wirdgleichviel Schnee dem Gewichte nach hinzugethan, so wird alle diese Wärmeweggenommen oder verschluckt, und die Mischung eiskalt. Ist des WassersWärme 98 so gehen 72° verlohren, und der Rest 26° thcilt sich gleichförmigdurch die Mischung aus; so bleiben denn für die gemeinschaftliche Tempera-tur der letztem 13° Wärme über. Hätten 3 Tlieile Wasser 40, 0 so nähme ein Theil zu-gesetzten Sclmee’s davon 72,° die übrige Wanne 120 — 72 =: 48 würde, unter