Band 
Erster Band.
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W ass er und Warme.

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Hieraus ersieht inan, dafs die nach de Luc berechneten Grade der Siedhitzfi.hei niedrigem Barometerständen zu klein ausfallen, und der 1 Irrthum immermehr wächst, je niedriger der Barometerstand, oder je geringer der Druck an-genommen wird. Dafs de Luc’s Gesetz in der Natur nicht vorhanden sei, siehtman auch daraus , weil die Formel 0) für b gleich 6 Lin. den Grad der Sied-rlütze negativ oder unter dem Eispunkte giebt, welches unmöglich ist. Man darfalso die Formeln von de Lue nicht über die Grenzen der Beobachtungen, aufdie sic sich gründeten, bringen. ( G ehlers phys. Wörterb. B. V. S. 843 1'.)

Achard stellte mehrere Versuche an, zu finden, ob der Siedepunkt desWassers von keinen andern Bedingungen als dem Luftdrucke abhängig sei.

Er bediente sich eines Thermometers mit einer sehr engen Haarröhre undeiner solchen Engel, deren Inhalt so mit dem Durchmesser der Röhre propor-tionirt war, dafs jeder Reaumur ’sehe Grad wenigstens einen Zoll betrug.Es konnte daher mit diesem Thermometer der vierte Tlieil eines Re aumur.Grades unterschieden werden. Die Röhre war 16 Zoll lang, und so gefüllt, dafsder Kochpunkt des Wassers bei einem mittlern Drucke der Atmosphäre ohnge-fähr 6 Zoll von dem Ende der Röhre abstand. Die übrige Einthcilung erhielter, als ein gewöhnliches neben diesem zugleich im warmen Sande stehendesThermometer bei seiner Abkühlung den siebenzigsten Grad zeigte, den er dannauch auf dem neuen bemerkte, und den Raum vom Kochpunkte bis dahin in100 gleiche Raume eintheilte.

1 Vers. Er hing in einem mit Wasser gefüllten cylindrischen Glase einThermometer so, dafs es in der Mitte des Gefäfscs und von dem Boden dessel-ben um {“ entfernt war. Er brachte durch eine Weingeistlampe das Wasserzum Kochen j der Grad des Thermometers veränderte sich beständig, obschon dasWasser gleich und ununterbrochen kochte. Wurde durch eine gläserne Röhre gegendie Aussenseite des Gefäfses geblasen, so liel das Ouecksilber, ohnerachtet dasWasser stets kochte. Ein gleiches geschähe, wenn man gegen die Oberflächedes Wassers und der messingenen Skale bliefs. Bei einem im Zimmer hervor-gebrachten Durchzuge fiel das Thermometer sogleich, das Wasser blieb aberim Kochen, und die geringste Bewegung der Luft bewirkte, dafs das Ouecksilberum ^ bis fiel.

V ers. 2. Er hiengfrei einen Recipienten von weifsem Glase auf, und füllteihn mit Wasser. Er hieng hierauf das Thermometer so hinein, dafs die Kugelzwischen dem Mittelpunkte und dem Boden des Bauchs des Recipienten sichbefand, und brachte das Wasser durch Lampenfeuer zum Kochen. Er bliefsdurch eine Glasröhre gegen die Wände des Recipienten^ aber es zeigte sichkeine Veränderung im Ouecksilber. Es blieb aber selbst noch auf dem nemlichenGrade als er auf die Oberfläche des kochenden Wassers bliefs.

MEYERS SYST. DARSTELLUNG, I. BAND. Ff

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