W A S i U UND W JE R M S.
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Auch Biker und Rouppe machten über die EIastieiti.it der WasserdampfeVersuche. Sie bedienten sich dazu eines von Biker erfundenen Apparats, derdurch Fig. 4 Taf. X vorgcstcllt wird. A ist. der eiserne Ofen mit Heerd undAschcnlocli. B B der Ressel oder Topf, aus A Zoll dickem Kupfer, inwendig11 Zoll hoch und 10 Zoll weit, der auf eisernen an dem Rande des Ofens be-festigten Ansätzen hängt, und zwischen welchem und dem Kessel so viel Raumbleibt, dafs die Flamme ihn umspielen kann. Der Deckel C ist noch einmal sodick , als der Topf, durch feste Schrauben unweit des Einfangs auf eine zwi-schen beide gelegte Bieischeibc dampfdicht angedrückt. Der Deckel enthältüberdies fünf Oeffoungen. In der im Mittelpunkte ist auf dazwischen befindli-ches Blei der I'ufs D' der kupfernen Röhre oder des Dampivjlindcrs G G, wei-
ne« eisernen Bändern umlegt hafte, damit die erhitzten JVasserdiimpfe ihn nichtzersprengten. Die Deckplatte 'Taf X Big. 1 hatte drei Oe[iHungen. Die erste Adiente, um Wasser in den Topf zu giefsen, und wurde mit einer Sch/ufs schraubefeit verschlossen. Die zweite R in der il litte dps Deckels enthielt eine kupferneRöhre, die bis in das IVasser des Topfs hinabr eichte, und "worin Flüjsigkeiteji ge-gossen und dann das Thermometer gesetzt wurde , mittelst dessen man die Hitze desDampfs mafs. in der dritten Oeffnung C befand sich Zicgler's T.laterometer;eine gläserne cylindrische Flasche D , in die er gewöhnlich Quecksilber gofs , und in ’die eine eiserne Röhre Fi bis nahe an den Boden hinabhing, an ivclche sich oben eineGlasröhre F dumpfdicht anschlojs. Durch eine Seitenöffnung im obern Theile derFlasche trat der Dampf aus dem Papi manischen Topfe frei über die Ouecksilbcr.fläche , und trieb, so wie die Rxpansivkraft desselben zunahm , das Quecksilber indie Glasröhre höher hinauf . Dieser Vorrichtung, welche Zi e g ler physikalischesRlaterometer nennt, bediente er sich bei niedern Graden der Rxpansivkraft desDampfes . Bei höhet-n versah er die Oeffnung C der Flasche statt mit einer eiser-nen R öhre mit einer genau darauf passenden Deckplatte , auf der er vermöge eitlerSchnellwage einen gegebenen Druck anivandte. {Fig. 2.)
So wie die Rxpansivkraft des Dampfes über diesen Druck hinausstieg, schnelltedie Wage in die Höhe . Diese Vorrichtung nennt er sein mechanisches Rlatcrometer.
— Indessen fällt es leicht in die Augen, dafs beide Rlaterometer zu genauen Ver-suchen über die Zunahme der Rxpansivkraft mit der Wärme des Dampfes nichttauglich waren . Denn erstens hatte der Dampf keinen unmittelbaren Zutritt zurThermometerkugelj die Hitze desselben mufste zuvor durch die kupferne Büchselind eine andere Flüfsigkeit hindurchgehn, zeigte sich daher am Thermometer immerzu geringe, und die Ausdehnung des Dampfs bei zunehmender Wärme liefs sichdeshalb auf diese Art nicht genau messen. Zweitens enthielt der PapinianischeTopf noch Luft, mit der der Dampf sich mengte, und wobei er in gleichem Wärme-grade nicht zu einer so grofsen Rxpansivkraft als ohne diefs gelangt. ( i i i k e rund Rouppe, Gilbert’s Annalen X B. 3tes Stück S, 257 ff.) — Seit Zieglervergingen 20 Jahre, ehe wieder ein Physiker Versuche der Art anstdHe,
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