Band 
Erster Band.
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W A S S ft B UND W Al R M t.

über die Thermometerkugel von B stand , und darüber \ Zoll hoch kalte 3 Was-ser gegossen halte, beide Flüfsigkeiten ruhig und unvermischt über einanderstanden, und als er nun noch kochendes durch Kohlsaft bläulich gefärbtes Was-ser hinzugofs, die blaue b'lüfsigkcit zu oberst blieb, und sich nur in Wolkenhier und da etwas bis über die Hälfte in das kalte Wasser hinaPscnkte, abernirgends die Kalilauge, erreichte. Das Thermometer B stieg in 2 u um 17 ° ; dasThermometer C, welches das Gefäfs berührte , aber-erst in 65' um 16°, undwährend dieser ganzen Zeit blieben die Bcrnsteinstüekchen in vollkommenerlluhe. 1 ) ( Gilbert’s Annalen XIV, Stück 2 , S. 139 bis 144.)

Zu untersuchen, ob ( wie Rwnford’s Meinung war) das Wasser beim Er-hitzen in herauf- und herabsteigenden Strömungen bewegt w r erde , gofs Thom-son in das gläserne Gefäfs A ( Taf. VII, Fig. 4 ) aus dem Saite von rothemKohle blau gefärbtes Wasser , bis es bis m stand. Dann füllte er reines Wasserbis n darüber, so dafs es unvermischt mit der blauen Infusion blieb, was ihmmit Hülfe eines Stückchen Korks, das auf der Oberlläclie der blauen Flüfsig-keit schwamm, und eines Trichters, der sich in ein langes Haarröhrchen en-digte, gelang. So hatte er in dem Gefäfse A zwei Fliifsigkciten, beide von fastgleichem specifischem Gewichte, die untere blau, die obere ungefärbt und beim deutlich von einander geschieden, ln dem blauen Aufgusse schwebten meh-rere dunkele Thcilc-hen. * ~

Er setzte nun eine brennende Lampe in einer solchen Entfernung unter dasGefäfs A, dafs einige Zeit verstrich, ehe die Körperchen in Bewegung kamen,xind stellte sich so, dals sich das Gefäfs gerade zwischen dem Auge und demEenster befand. Allmälig begannen die Körperchen durch die Fläche in anzu-steigen , und kamen in das ungefärbte Wasser, ohne von Theilen des blauenTnfusums begleitet zu seyn. Darauf stiegen sie wieder herab, und die Wech-selbewcgungen dauerten einige Zeit fort, ohne eine Vermischung beider Flüs-sigkeiten zu bewirken. Jedes Mai, als ein solches Körperehen über die Liniem hinausging, erhob sich die Oberfläche der blauen Iflüfsigkeit wellenförmig.Durch die beständige Wiederholung der wellenförmigen Bewegung wurde dieLinie m endlich undeutlich, und stieg immer höher und höher, bis endlich allesWasser bläulich gefärbt’ war ^ doch verstrichen wohl 10 Minuten, ehe diesesgeschah, und die Bewegung der schwebenden Körperchen, welche die ganzeZeit ununterbrochen fortdaaerte, war immer noch ganz deutlich. (A. a. 0.S. 149 ff.)

Daltons

i) Aus diesem Versuche glaubt Thomson gegen Riavford scliliefsen zu können , dafs Was-ser allerdings ein Wärmeleiter sei.