Wasser und Wärme.
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Pinten Wasser fafsten, und die in verschiedenem Mafse angcfüllt wurden, einernur mäfsigen, aber anhaltenden, stets gleichförmigen Wärme aussetzte. DasWasser soll, nach der Absetzung dieses dickem Theiis, verschiedene Verände-rungen erlitten haben.
Carl von Dalberg (jetziger Rurerzkanzler) ( Act. Arad. Elcct. Mogunt.Ann. 1782 — 1783, und besonders: Carl von Dalberg neue chemische Versuche,um die Aufgabe zu lösen, Ob sich Wasser in Erde verwandeln lasse? Erfurt1783. 4. S. 16) liefs zweimal übergetriebenes Wasser in einem zugelöthetenGefäfsc von Fiisenblech, über einer Lampe erhitzen. Beim Verdunsten aufeiner porzellanenen Schale liefs dasselbe nach dieser Zeit keine Spur von Erdezurück, auch war in dem Gefäfse nur ein sparsamer Beschlag sichtbar, auswelchem durch langes Rochen mit Wasser etwas Zinn und Eisen aufgelöfstward. 1)
Weigel erhielt aus der beim Uebertreiben des Schneewassers erhaltenenErde, bei einem Feuersgrade, bei dem kölnischer Thon so hart gebrannt war,dafs er mit dem Stahle Funken gab, ein Glaskügelchen; der gröfste Theilderselben blieb aber unverändert. (Dessen Uebersetz. von Lavoisicr’s pbysisch-chem. Schrift. II, S. 79.) 2)
Thomson sagt: Wasser werde durch keinen Feuersgrad, welchem mandasselbe aussetzen könne, zersetzt. (Dessen System d. Chem. B. I, S. 496.)
Im Winter zu Ende des Jahrs 1796 stellte Prof. Gerstner Versuche darüberan, ob die Flüssigkeit des Wassers bei verschiedenen Wärmegraden verschiedensei. Sein Apparat dazu bestand aus einem Gefäfse von verzinntem Eisenblecheeinen Schwimmer mit darauf gestecktem Maasstäbchen, einigen Glasröhren,einer Wasservvage, einem Thermometer und einer Secundenuhr.
Das Gefafs war cylindrisch, 111/2 Pariser Zoll hoch und hatte ( in derWärme des Zimmers von 13 Q Reaum. gemessen ) 4 Zoll 11 Linien im Durch-messer} seine Ouerschnittsfläche enthielt 19 Ouadratzoll. Ohngcachtet diesesGefafs durch seine ganze Höhe keinen vollkommen genauen Cylinder bildete,so war es doch so , dafs, wenn sich irgendwo der Durchmesser um Vs oderhöchstens 1/2 Linie gröfser fand, der zugehörige Querdurchmesser in derselbenFläche wieder um eben so viel kleiner war, so dafs Gerstner in den Ouer-schnittsfläehen nirgends einen Unterschied finden konnte, der mehr oder weni-
1) Aus diesen und anderweitig anzuführenden Versuchen glaubte D alb er g scldiefsen zukönnen, dafs durch Wärme das 'Wasser nicht in Erde zu verwandeln sei.
2) Dafs das Wasser, qua Wasser , durch die IVarme keine Erde liefere, ist jetztausgemacht; dafs' wir aber diese Versuche hier aufführen mufsten , leuchtet ausschon oft angegebenen Gründen ein.
MEYERS SYST, DARSTELLUNG, I, BAND, Z Z