Band 
Erster Band.
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W a s s e & und Wärme.

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aufeiner Probienvage abgewogen. Dieses Gewicht diente nebst der Länge, welchedie Quecksilbersäule in der Röhre einnahm, den Durchmesser derselben weilgenauer zu berechnen, als es durch irgend eine andere mikroskopische Mes-sung möglich gewesen sein würde. Die hierbei nöthige eigcnthümlichc Schweredes Oueksilbers wurde mittelst eines eigenen Versuchs bestimmt, und gleich13.70 gefunden. Um den Einflufs den die Verschiedenheit des Durchmessers derRöhren auf die Bewegung des Wassers hervorbringt, von dem Einflüsse den dieLängen der Röhren haben, abzusondern, liefs er Röhren von verschiedenemDurchmesser genau einerlei Länge geben, und dann diese Länge bei möglichstabgeändertem Durchmesser abändern. Die Durchmesser selbst wurden fast voneben der Gröfse als in den Versuchen des Obristlieutenants du Buat genom-men. Das eine Ende jeder Glasröhre wurde mit einem hölzernen zapfenförmigenAnsätze versehen, um sie damit sicherer und bequemer an das cylindrischeGefäfs anstecken und nach geendigtem Versuche wieder wegnehmen zu können.Die durchbohrte Oeffnung dieser zapfenförmigen Ansätze war genau so grofs,als es die Stärke jeder Glasröhre erforderte, und der äufsere Umfang derselbenpafste genau in die erwähnte blecherne Röhre des cylindrischen Gefäfses. Zu-gleich wurde dafür gesorgt, dafs das Ende dieser Zapfen sammt dem Ende derdnrchgestecktcn Glasröhre mit der innern Fläche des Gefäfses eine vollkommeneEbene bildete. — Die Wasserwage diente sowohl den Tisch, worauf das Gefäfsstand , als auch die Röhren vollkommen horizontal zu stellen. Röhren , derenGlas ein wenig gebogen war, wurden so gelegt, dafs die Fläche ihrer Biegunghorizontal zu liegen kam, damit neinlich die Bewegung des Wassers durch dieRöhren so viel möglich weder steigen noch fallen, sondern in horizontaler Ebenefortgehn mögte.

Das Thermometer war vom Abbe Gruber mit vieler Genauigkeit verfertigt.Die Kugel hatte nur drei Linien im Durchmesser und der Zwischenraum zwischendem Gefrierpunkte und Siedepunkte, der in 80'gleiche Theile getheilt war, eineLänge von eilf Zollen. Die Verfahrungsart war folgende : Nachdem das Gefäfsund die angesteckte Röhre in die erforderliche horizontale Stellung gebracht,und die AusflufsÖffnung der letztem gehörig verschlossen war, wurde in dasGefifs lieifses Wasser gegossen und der Schwimmer mit dem Maasstabe daraufgesetzt. Man wartete nun die Zeit ab , bis durch allmäiigc Abkühlung die Tem-peratur des Wassers dem bestimmten Thermometer - Grade nahe kam. Geschahdieses, so wurde das Gefäfs mit seinem Deckel verschlossen, die Ausflufsöffnungder Röhre geöffnet und das Auge mit dem Rande der Oeffnung des Deckels inhorizontale Lage gehalten ; und in dieser Stellung wurden die Zeitsccunden bemerkt,bei welchen die Abtheilungen des Maasstabes unter die Ebene der Oeffnunghinabsanken. Diese Verfahrungsart gewährte den doppelten Vortheil, erstens,

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