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durchaus gefriert. Das in ruhig stehenden Gefafsen entstandene Eis ist nichtso körnicht, als anderes, welches bei einer heftigen Erschütterung entstandenist. ( E r ooleben in s. phys. chein. Abhaiull. B. I. S. 330. ffj
l/in die Entstehung des Eises genau zu beobachten, muß man Wasser ingroßen Gefafsen von dünnem Glase einer zur Gcfricrung hinreichenden Kälteaussetzen; diese Kälte mufs aber auch nicht alizuhetlig sein , damit das Gefrierennicht zu plötzlich geschehe. Man bemcikt hiebei anfänglich ein sehr dünnesEisblättchen auf der die Lull berührenden Obcrtläche des Wassers. Hieraufbilden sich Eisfäden, welche aus den Wänden des Gefäßes heryor zu gehenscheinen, und mit diesen Wänden verschiedene spitze und stumpfe, sehr seltenrechte Winkel machen. An diese ersten Fäden hängen sich andere unter ebenso verschiedenen Winkeln, an diese wieder neue u. s. f. Alle diese Fädenvervielfältigen'sich, und bilden endlich FiisbläLter, welche an Zahl und Stärkezunehmen , und zuletzt durch ihre Verbindung eine einzige feste Masse aus-raachcn. Dieses alles erfolgt desto schneller und plötzlicher, je stärker dieKälte ist. Während der Entstehung des Eises gehen Luftblasen in sehr-großerMenge aus den Zwischenräumen des W'assers hervor; sie sind desto kleinerund zahlreicher, je langsamer das Wasser gefriert. Diese kleinen Luftblasensammeln sieh nach der Seite zu, wo das Gefrieren später erfolgt, und bildenoft grofse Blasen, die zuweilen 2 bis 3 Linien im Durchmesser haben. Sie sindgewöhnlich viel größer in der MitLe und an der As.c des Gefäßes, als amHände und an der Oberfläche. Bei schnellem Gefrieren bleiben die meistendieser Blasen im Eise zurück. Es entstehen auch immer mehr Luftblasen , jemehr das Gefrieren zunimmt; diese sammeln sich zuweilen nachdem die obereEisriude schon gebildet ist, sprengen diese Rinde, und machen, dafs das EisRisse nach mancherlei Richtungen bekommt. Gewöhnlich ist auch die Ober-fläche des Eises in der Mitte erhabener. als am Rande, wenn es nicht aufge-sprungen ist. Diese Luftblasen und Risse, welche unter so verschiedener Größeim Eise , besonders im schnell gefrornen zurück bleiben, benehmen der ganzenMasse ihre Durchsichtigkeit , obgleich dünne Stückchen Eis mchrentheils durch-sichtig sind; auch ist ein langsam entstandenes Eis an der Oberfläche bis aufeinige Linien Tiefe fast immer durchsichtig, und verliert diese Eigenschaft erstan den Stellen, wo sich die Luftblasen mehr häufen. Bei der größten Sorgfaltist man nie im Stande ein Eis ohne alle Blasen hervorzubringen.
Lichten borg führt an, (Anmerk, zu Erx leb ens Anfangsgründen derNaturlehre, §. 426.) er habe am 30ten December 1783 bei einer großen KälteWasser , das sowohl durch Kochen als Auspumpen von Luft so weit gereinigtworden, als mit einem sehr guten Instrumente möglich gewesen sei, im Vaouofrieren lassen, dabei aber statt eines durchsichtigen Eises fast einen bloßen
Schaum