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kältet. Die Temperatm’ward durch Hülfe eines kleinen Thermometers erforscht;und'obgleich das Wasser nicht durchaus von einer Temperatur war, so wardoch auch der Unterschied nicht beträchtlich, wenn der Versuch gut angestelitwurde. Besonders trug er Sorge mit dem Thermometer das Glas nicht.zu be-rühren. Als er etwas von diesem destilürten Wasser, das er in silbernen Ge-fäfsen eine beträchtliche Zeit im Kochen erhalten hatte, wenige Minuten nach-her . als er. cs vom-Feuer genommen, und es kaum abgekühlt war, in dieselbeMischung brachte, ertrug es noch eine um 2° gröfsere Kälte, als ungekochtesWasser, und gefror nicht eher, als bis das Thermometer darin auf 21° sank-.Als er ein sehr hartes Brunnenwasser anwandte, so fror es um einen oder 2°früher, als ungekochtes destillirtes Wasser; d. h. bei 2V oder 25° des Thermo-meters. (Grcns Journ, d. Physik, B. I. S. 89.)
- De Luc reinigte eine geringe Menge Wassers in einen Kolben, worin einThermometer stand, von Luft, und setzte es in diesem Zustande einer natür-lichen Temperatur der Luit aus, welche cs mehrere Tage etwa bei — 8° seinerSkale hielt, und es blieb flüfsig. Die Berührung eines kleinen Stückchen Eisesmachte einen Theil des so erkalteten Wassers plötzlich gefrieren, und das üb-rige wurde sogleich zu der Temperatur gebracht, bei der Wasser gewöhnlichgefriert. Die Masse behielt diese Temperatur bis sie ganz in Eis Verwandeltwar; und nachher richtete sie sich nach der äufsern Temperatur. ( de Luc'sneue Jdeen über Meteorol. B. I. S. 142.)
Erxleben führt (phys. ehern. Abhandl. B. I. S. 330 f.) über diesen Gegen-stand Folgendes an:
Wasser kann in verschlofscnen Gefäfsen einen etwas grüfsern Grad von Kälteertragen ohne zu gefrieren, als in freier Luft. Aber plötzlich verwandelt sichdann dies Wasser in Eis, wenn man die damit gefüllte Flasche in die Handnimmt, oder auch sonst erschüttert. Sich davon zu überzeugen, kann man sichin einer Winterkälte, bei der das Fahrenh. Thermometer mehrere. Grade unter32° fällt, einer Flasche bedienen , die man mit einem Korke oder auch nurmit Blase verschlofsen hat; oder eines sogenannten Wasserhammers oder irgendeines andern hermetisch versiegelten Glases mit Wasser , oder man kann auchnur über die Oberfläche des Wassers her Oel giefsen. Hat das Wasser unterdiesen Umständen lange genug in der Kälte gestanden , die gröfser ist. als dieGefrierkälte, und man erschüttert die Flasche , so sieht man, hauptsächlichvon dem Orte der Erschütterung an , etwas wie halb durchsichtige Fäden schnellsich durch das ganze Wasser ausbreiteu, • und hiedurch wird das Wasser inwenigen Secunden, nachdem man mehr oder weniger. Wasser zu dem Versuchegewählt hat, und nachdem die Kälte geringer oder gröfser ist, zuerst in einenweichlichen Brei,-dann in ein härteres Eis, das aber immer etwas körnichtes