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In der Nähe des Gefrierpunkts wird nach Friedländer (Gilbert’sAnnal. B. XVII. S. 228.) die specifische Schwere des Wassers nur sehr weniggeändert.
Als Thomson 100000 Theile Wasser (dem Volumen nach) von 42,5° biszu 32° erkältete, so nahmen sie 100031 Theile ein.
Mairan (Abhandl. v. Eise, S. 209.) fand, dafs, wenn man Wasser, wel-ches der kalten Luft eine große Oberfläche darbietet, in Gefäßen, welche, einenTheil des Drucks des Eises aushalten zu können, stark genug sind, gefrierenläßt, der übrige Theil des Drucks auf das Eis selbst zurückwirkt, und dessenOberfläche ein wenig umbiegt. Wenn er unter diesen Umständen das Gefäfsunten durchstach, um das noch übrige Wasser ablaufen zu laßen, und es her-nach von Neuem einem starken Froste aussetzte, und viele Stunden, oder et-liche Tage, darin stehen ließ, so fand er fast immer, dafs die krumme gebo-gene Oberfläche des Eises noch erhabener geworden war. Es ist nach ihmdie Krümme zwar nicht sehr merklich, doch ist es nie unmöglich sich davonzu versichern, wenn man ein Lineal an den obern Rand des Gefäßes anhält %und den Abstand seiner untern Schärfe von dem Mittelpunkt in der Oberflächedes Eises mißt.
Das Factum, daß das Wasser aufhöre bei einer gewissen Temperatur durchdie Kälte verdichtet zu werden, wurde vor langer Zeit von B e a um e Bemerkt,aber de Luc war der erste, der genauere und entscheideuclere Versuche überdiesen Gegenstand anstellte. Seine Versuche wurden durch die von Blagdenund Gilpin vollkommen bestätigt. Diese geben die Temperatur von 40® alsdas Maximum der Dichte des Wassers an, und man findet wirklich, daß derUnterschied des Umfangs zwischen 41 und 44° Fahr, nur allein durch äußerstfeine Instrumente wahrgenommen werden kann. (Thomson in seinem Systemder Chemie, B. I. S. 461.)
FI o mb erg fand, dafs das Wasser, welches er in einem völlig verschlos-senen gläsernen Gefäße ein ganzes Jahr lang von Luft aufs Sorgfältigste gereinigthatte, als eres darinn gefrieren lieft ', keinen großem Raum als vorher einnahm.(Mcmoir. de VAcademie Sc. ä Paris an 1693. p. 19, fl) Dasselbe bestätigenauch die Florentinis chen Versuche ( Tentomin. Florent. edit. Mus-schenbroeh , P. I. p. 171, 183.)
Musschenbro ek sagt: „Wenn man das Wasser in einem Glase in einerdurch Kunst gemachten Kälte von unten auf gefrieren läßt , so springt das Glasnicht, es steigt aber vorher eine große Menge Luftblasen darinn auf. Wenndas Wasser langsam gefriert, so entstehen vom Rande an, gegen die Mittezu , zarte Eisfäserchen in allerlei Richtungen , aus denen sich endlich die Eis-rinde zusammensetzt. Erfolgt das Gefrieren aber schnell, so ensteht erst auf
MEYERS SYST, DARSTELLUNG, I. BAND. C C C