Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

Wasser ünb Elictrigiv x . t .

40 i

Als K ortum die Explosion einer electrischen Flasche von 110 OuadratzoMäufserer Belegung über die Oberfläche von Eis aus Brunnenwasser, das bei —-3° Reaum. gefroren war , im 12° warmen Zimmer streichen liefs, so bemerkteer einen blassen schwachen, jedoch in der Entfernung von 2 Fufs sichtbarenphosphorischen Schein in der Breite von 3französ. Linien, der 5 Secunden dauerte.Das Eis ward dabei oft so hell transparent, dafs es nothwendig war, währendder Explosion die Augen geschlossen zu halten, um die Phosphorescenz nichtzu verlieren. Zugleich inufs dabei verhütet werden, dafs die Explosion, stattan der Oberfläche des Eises hinzustreichen, nicht einen Sprung durch die Luftmache, wozu sic in der feuchten Atmosphäre, die das Eis im warmen Zimmererfüllt, eine grofse Neigung zeigt. Bevor Kor tum dies Hindcrnifs kannte,hatte er bei Eis von destillirtern Wasser, das bei IO 13 Reaum. Kälte gefrorenwar, bei verschiedenen Wiederholungen keine bleibende Phosphorescenz bemerkt.Bei gleicher Behandlung des Schnees erhielt er eine schwache blasse Phosphorescenz,die jedoch in einer Entfernung von zwei Fufs sichtbar war, und eine Secundein der Breite* von einer Par., Linie währte. Die Phosphorescenz ist nach ihmbeim Schnee sehr schwer zu beobachten; am besten gelingt es , wenn man denSchnee etwas zusammen drückt, und die Explosion durch eine schmale Vertie-fung leitet. Das Saussürische Haar - Hygrometer (nach einer Eintheilung von100, welche Zahl das Maximum der Feuchtigkeit der Atmosphäre andeutet)stand dabei auf 6S C . Das Eis phosphorescirte bis zum Punkte seines Zerflics-sens, sobald es aber Wasser geworden war, verlor cs diese Eigenschaft gänzlich.Die Versuche Avurden im Dunkel angestellt. Als Vorrichtung wurde llcnh/’sallgemeiner Auslader, von dessen Drähten die Kugeln abgeschraubt wurden,gebraucht , um durch Anlegung der Spitzen an eine Fläche des zu untersuchen-den Körpers, die Funkenbahn, gewöhnlich von einem Zolle Länge, so nahewie möglich an diese Fläche zu bringen. Meistenthcils liefs er dabei die Flaschein Verbindung mit dem ersten Leiter, und gab dem Apparate die Stellung,dafs die Flasche bei voller Ladung statt über ihren unbelegteu Rand, durchden Auslader und über das zu untersuchende Exemplar explodirle, um durchgleichförmige Wiederholung des Versuchs sich von der Richtigkeit der erhal-tenen Resultate überzeugen zu können. Er fand die Resultate gleich, die La-dung der Flasche mochte positiver oder negativer Art sein. Er bemerkte, in-dem er hei gleicher Elcclrometer - Divergenz eine Methode nach der andern,anwandte, keinen Unterschied in der Intensität, Ausbreitung, Dauer noch Farbeder Phosphorescenz. {Voigts Magaz. f. d. Neueste a. d. Physik &c. IXtcmBand, 2tc$ Stück , S. 2. ff.)

Am 6ten Jan. 1767 setzte Priestley , als es eben heftig fror, zwei Scbüs-.sein mit Wasser an die freie Luft, und clcctrisirtc die eine ziemlich stark r