W ASSEfi. ü N D EluCTEICITäT.
419
entwickelten sich Luflbläschcn, die sich nach oben zu begaben. Ihre Anzahlseihen zwar grofs zu sein, sie kamen aber nur als ein feiner Staub aus demWasser zum Vorschein. Er rückte auch den Apparat weiLcr ab, so dafs derKnopf nur 15/fc Zoll vom Conductor abstand. Jetzt w r ar das Geprassel , mit demdie Funken durch das Wasser aus den Spitzen übergingen aufscrordenllielrstark; es entwickelten sich mehrere und gröfsere Luftbläschen-, aber bei derdritten Explosion zersprang der Glascylinder mit einem fürchterlichen Knall rund der ganze Versuch war vergeblich. Der Sprung des Glases war an derSeite, welche von der untern Ableitungskette abgewendet war , und war geradein der Mitte der Stelle, welche dem Raume zwischen den beiden Mctallspitzengegenüber stand. Der obere Theil des Cylinders war durch die Haube zusam-mengchalten, und da konnte man wahrnehmen, dafs die Risse des Glases diver-girend von einander nach oben und unten zugingen. Die untern Stücke warmumhergeflogen , die gegenüberstehende Wand des Cylinders war gröfstentlieilsnoch ganz, so dafs er fast der Länge nach getheilt war. (Grens Journal d.Phys. B. II. S. 194 — 197.)
Wollaston bewirkte die Wasserzersetzung durch gewöhnliche Eleclrici-Lit dadurch, dafs er um einen mit einer feinen Spitze versehenen Golddraht eingläsernes Haarröhrchen schmolz und die Spitze nur so weit hervorliefs , daf*man sie mit einer Loupe so eben erkennen konnte. Das Wasser wurde durchFunken, welche 1 1/8 Zoll überschlugen , zersetzt, wenn die Spitze nicht mehrals i/io Zoll (im Durchmesser, ) hatte. Bei einer Spitze von l/lsoo gaben Fun-ken von i/2o Zoll Ueberschlag schon kleine Luftblasen. (TrommsdorffsCliem. B. V. S. 229.)
Pcarson nahm zur Anstellung dieser Versuche einen von Cuthbcrsonangegebenen Apparat. Dieser bestand in einer Röhre von 1/5 bis 1/6 Zoll imDurchmesser, deren eines Ende mit einer messingenen Röhre versehen und dasandere an der Lampe so zugeschmolzen war , dafs sich noch ein Draht von etwal/4o Zoll im Durchmesser darin befand; und welcher sieh bis in die messingeneRöhre so erstreckte, dafs er sie wenn die Entladung geschah, beinahe berührte.War er in gänzlicher Berührung mit derselben, so erhielt man kein Gas. DieseRöhre wurde nun mit Wasser gefüllt und in einem Gefäfse mit Wasser umge-stürtzt. Darauf ward die isolirte Kugel etwas weiter vom ersten Conductor alsvorhin abgerückt. Er fand dafs die Flasche dabei nicht mehr als etwa SO Oua-dratzolle Belegung haben durfte, wenn der Versuch gelingen sollte. Hierbeierhält man nach seiner Versicherung das Gas weit leichter und sicherer als imvorstehenden Versuche der Holländer, allein es wirdein ziemlicher Theil dessel-ben nach Maasgabe der Menge des Wassers und seiner Verbindung mit der Atmo-sphäre aus gemeiner atmosphärischer Luft bestehen. Auch wird,nach vielen
G g g 2