Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

W A S S 1 R w k'b G a t v a ar r s m u s.

42 $

üer Encyclop. methodique - Chim. T. III. S. 4T4. führt Fourcroy an, daßPriestley gefunden habe, dafs man im warmen Wasserdampfe electrischeSchläge hervorbringen könne. — Cavallo setzt die aus hcissem Wasser auf-steigenden Dünste unter die Leiter der Electricität. (Dessen vollständige Ab-handl. üb. Elect. S. 13.)

Hermbstädt fand, dafs , wenn er Wärme und freie Electricität zu glei-cher Zeit auf das Wasser wirken liefs, die Verdünstung desselben nicht nurmerklich beschleunigt wird, sondern dafs dieselbe auch bei niedrigerer Tempe-ratur SLatt fand, als bei Anwendung der Wärme allein, und endlich, dafs.selbst bei verminderter Temperatur das gebildete expansible Fluidum seine Formunverändert beibehielt. (Neues allgemeines Iouriial d. Chemie, B. II. S. 333.}

Wasser und Galvanismus.

An einem schneeigen Tage im Februar 1802 füllte Rheinhold zwei kleineirdene Gefäfse mit Schnee, der sich auf dem Eisenbleche vor seinem Fenster ge-sammelt hatte ; er war etwas wäfsrig, ohne jedoch zu zerfließen. Eine sehrwirksame Voltaische Batterie von 48 Lagen wurde in das Fenster gestellt, unddie beiden Gefäfse a und b vermittelst eines von seiner Oberhaut entblößten ,und auf den Schnee von a und b gelegten Tulpenstengels verbunden; zugleichwurde durch Golddrähte der Oxygenpol in a, der Hydrogenpol in b geleitet.

Die Schmelzung des Schnees fieng am Oxygenpole an, wurde aber in beidenGefäfsen in gleicher Zeit vollbracht. Das Schneewasser in a schmeckte undrock, selbst nachdem es 1/4 Stunde aus der Rette genommen war, auffal-lend nach Salpetersäure. Das in b zeigte nichts. Er gofs etwas von a zurLackmustinklur, die er mit destillirtem Wasser verdünnt hatte; sie färbte sich 1augenblicklich roth. Etwas von b zu dieser gerötheten Brühe gesetzt, gab ihrsogleich ihre erste Farbe wieder. Die Glasur in a und b war unversehrt. ( Gil-hert’s Annal. T. X, 4tes Stück, S. 458.) — Erman brachte an jedem Poleeiner thätigen isolirten Säule ein feines Electromeler an, füllte eine Röhre ganzmit Wasser, und steckte durch ihre Korkstöpsel zw'ei Platindrähte so, dafssie in V« Zoll Entfernung von. einander blieben. Das Wasser liefs er strengeeinfrieren, und lüftete allmählig die Stöpsel etwas , um das Sprengen der Röhrezu vermeiden. Als das Wasser durchaus fest geworden war, brachte er dieaußerhalb völlig trockene Röhre als Leiter von einem Pole zum andern an.

Die Electrometer behielten ihre völlige Divergenz an beiden Polen, und dieSäule erthcilte nach wie vor Funken und Schläge von gleicher Intersität; kurz