W a s S e r und Galvanismus.
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immer längst des Drahts ans, der mit dem' Silber in Berührung stand. Um zubestimmen, ob diese Erscheinungen auch bei einer gröfsern Entfernung derbeiden Drahtspitzen eintreten würde, nahmen sie eine Röhre von 3/4 Zoll Durch-messer und 36 Zoll Länge ; hier blieb die Wirkung aus, obgleich dieselben Draht-stücke in eine kürzere Röhre eingesetzt, sehr trefflich wirkten. Nach demResultate mehrerer Versuche schien cs ihnen, dafs die Zersetz.ung desto stärkervor sich gehe, je näher sich die beiden Drahtenden sind; dafs sie aber ganzaufhöre, wenn sie sich berühren. (Gilb er t’s Annalen , B. VI. S. 350. ff.) 1)Carlislc fand, dafs das in einer Röhre der Einwirkung des Galvanismus aus-gesetzte Wasser während dieses Prozesses auf ein sehr kleines und empfindlichesThermometer nicht die geringste Wirkung hervorbrachte. (Gilbert’s AnnaLB. VI. S. 359.) — Hofrath Gmelin sagt: das Wasser werde dadurch so heifs,dafs es siede. (Cr eil’s Annal. 1S03. B. I. S. 44) — Cruikschank machteVersuche, wobei er Golddrähte oder vergoldete Silberdrähte nahm. Die ent-wickelten Gasarten bestehen nach ihm in Wasserstoffgas und Sauerstoffgas indem Verhältnisse 2:1, nebst etwas (wohl nur dem Wasser schon vorher bei-gemischt gewesenen) Stickstoffgas. Er stellte zuerst Versuche mit einer gebo-genen Glasröhre an, wodurch er es möglich machte, das von jeder Seite sichentbindende Gas allein zu erhalten. Nach seinen eudiometrischen Versuchenbesteht das von der Zinkseite entbundene Gas aus reinem Sauerstoffgas , dasvon der Silberseite entwickelte aber aus Wasserstoffgas mit etwas Sauerstoffgas,auch wohl Stickgas vermischt. ( Trommsdorff s systematisches Hand-buch der Chemie, B. V. S. 56.) — Bock mann fand bei Wiederholung derVersuche der englischen Physiker die meisten Erfahrungen derselben bestätigt.Er bediente sich dabei einer Säule aus 9, 24 und 60 Lagen von Zink Laubtha*lern, und mit Salzwasser angefcuchtetcm wollenen Zeug. Ungeachtet er diesich enbindenden Gasbläschen an jedem Golddrahte mit grofser Vorsicht einzeln.auffing , so fand er doch weder das Wasserstoffgas rein vom Sauerstoffgas , nochumgekehrt letzteres von ersterem, oder vom Stiekgas. Das Verhältnis des Sauer-stoffgas zum Wasserstoffgas war fast wie 1 : 3. Wenn er 6 oder 12 Schalenmit Wasser gefüllt isolirte, und durch Golddrähte so verband, dafs in dieerste der Draht von der Zinkplatte, in die letzte aber der von der Silberplatteging, so entband sich in jeder einzelnen Schale an einer Drahtspitze Sauer-stoffgas, an der andern Wasserstoffgas. Geschah die Verbindung der einzelnenSchalen durch Eisendrähte, so ward an dem einen Ende Wasserstoffgas ent-
A) Robertson soll die Gasbildung in der Rühre schon ehe in Paris bemerkt haben,als obiger Versuch daselbst bekannt ivar, (Voigt’s Magazin f d. neuesten Zu-stand der Naturk . B, VII. S. 456.)
MEYERS SYST. DARSTELLUNG I. BAND. IU
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