Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

4£2 W äs s s » und Galvanismus^

dn Dra^t in das Wasser; der andere Draht war in einer Länge von 124’ Fußüber dem Wasserspiegel, und parallel mit demselben ansgespannt, und an eine»cingerammeltcn Pfosten von aufsersl trockeuem und vollkommen isolirendemIlolze befestigt. Der ausgespannte PolardraiiL berührte übrigens den Pol derSäule nicht unmittelbar, sondern nur vermittelst eines Gasapparats. Blieb nun allesin dem erwähnten Zustande, so, dafs der ausgespannte Draht an seinem von derSäule abgewendeten Ende nicht mit dem Wasser in Berührung kam, so,fandkeine Wasserzersetzung im Apparate statt. Sobald man aber dieses mit demdarunter stehenden Wasser durch eine angebrachte metallische Zuleitung in Ver-bindung setzte, so ging in einem Nu die Zersetzung von Statten, und zwargerade mit derselben Energie, als wäre der Gasapparat unmittelbar von Pol zuPol angebracht worden, so dafs die Wirkung sich vollkommen gleich blieb, derschliefsende Bogen mochte eine Ausdehnung von 1} Fufs, oder von’249 Fußhaben. Dafs hiebei keine Täuschung Statt fand, sondern dafs die elcclrischeAclion wirklich durch die ganze Wassermasse sich fortpüanzte, davon giebt erfolgende Beweise, 1) Zog man den Draht, der vom untern Pol geradezu in denStrom hing, aus dem Wasser heraus, so hörte alle Wasserzersetzung auf.2 ) Hielt man mit der einen Hand das Ende des langen ausgespannten Polardrahtswährend man mit . der ändern irgend einen Punkt der grofsen Wasserfläche be-rührte; so bekam man eine Commotion, die beinahe eben so stark war, als hätteman die Pole unmittelbar durch gemeinschaftliche Berührung mit beiden Händenentladen. 3) Das Nemliche fand Statt, wenn das Ende des langen Polardrahtsins Wasser hing, und man 129 Fufs davon den Draht des entgegengesetzten Polsin die eine Hand nahm, und mit der andern die Oberfläche des Wassers berührte.4) Hing das Ende des langen Polardrahts ins Wasser, und wurde der entgegen-gesetzte Polardraht aus dem Wasser gezogen, so gab das Electrometer, welchesman an dem Ende des langen Drahts, oder an dem darunter stehenden Wasser,applicirle, eine sehr starke + Divergenz. Prüfte man aber das Wasser, welchesum drei bis vier Fufs im Umkreise vom Polardraht entfernt war, so wurde dieDivergenz immer schwächer, und in einer Entfernung von sechs Fufs Radiusschien ihm jede Spur von Divergenz aufgehört zu haben. Das nemliche fand inder Gegend des Vfassers statt, wo der entgegengesetzte Polardraht hing, nur dafsdie Divergenz der Art nach das Umgekehrte der vorigen war. 5) Sobald die Kettegeschlossen wurde, verschwand jede Spur von Electricität. 6) Das Froschpräparatgerieth in heftige Zuckungen, als der eleetrische Kreis an ihm durch den 249 Fufslangen Bogen geschlossen wurde, und diese Wirkung erschien eben so momentanals hätte der Bogen die geringst mögliche Ausdehnung gehabt. Er knüpfte nunan das isolirte Ende des 1241 Fufs langen Polardrabts einen andern Draht vonbeinahe 100 Fufs Länge. Dieser war auf einer Rolle aufgewunden. Er ruderte