Stickgas, Sauerst off® as und Wärme.
ib7
Stick gas Sauerstoffgas und Wärme.
Viccnz Dandolo fand, dafs Stickgas bei-der stärksten Ilitze in Be-rührung mit SäuerstofFgas zur Entzündung gekommen sei. (.Dessen T'onda/ncntidclla Scicnza chimico - fisica applicata alla fonnazione dc’corpi 6 dei fenonicriitlclla natura , esposti in due dizzionari &c. Venedig 1795} und bei Göttiinga. a. 0. S. 109.) — Läfst man Stickgas und SauerstolTgas zusammen durch glü-hende gläserne oder porccllanene Röhren streichen, so erhält man keine Salpe-tersäure. ( Arbuthnot in S eher er’ s allg. Journ. d. Chcm, IX. S. 694.)
O x y d i r t e s S t i c k g a s und Wärme.
Die oben erwähnten Holländischen Chemiker liefsen oxydirf es Stick-gas durch eine glühende Gasrohre streichen} nach der Operation vermindertesich dasselbe mit Salpetergas etwas weniger, als atmosphärische Luft. ( Grcnsneues Journal der Physik, II. S. 259.)
Thomson führt an: (System der Chemie, Ucbersetzung von Wolf/,B. I. S. 74S.) Nach Priestley und Davy werde'dies Gas zersetzt, undin Salpetersäure und atmosphärische Luft verwandelt, wenn maii es durch eineglühende porcellanene Ilöhre hindurch streichen lasse.
Salpetergas und Wärme.
Nach Priestley’s Versuchen (dessen Beobachtungen über verschiedeneGattungen von Luft, B. III. S. 322.) wird ein Volumen Salpeterluft, das eine13 Unzenmaafsc Wasser fassende Flasche füllt , durch das Erwärmen von 33°Fahr, auf 50° um 3,44 Zolle ausgedehnt. (Die Methode, deren ersieh bei seinerBestimmung bediente, s. bei SauerstoiFgashmd Wärme.) — Du Vernois brachteum die Ausdehnbarkeit des Salpetergas zu messen, dieses 1), nachdem er esin dem pneumatischen Apparate aufgefangen halte, in den zu der Messung be-stimmten Ballon, indem er es durch Ouecksilber hindurchsteigen liefs. DieTemperatur war zu der Zeit, als er es hineinbrachte, 0, und der Druck 27 Zoll3,3 Linien. Es war, als man den Ballon verstopfte, ein Anthcil Quecksilber,von ohngefähr ein Achtel Cubikzoll darin geblieben j da man ihn eine Nachthindurch so zubercilet stehen liefs , bemerkte man am folgenden Tage auf derOberfläche des Quecksilbers einige gelbe Punkte, die etwas von dem Oueck-silberoxyde darstcllte , welches die Chemisten salpetrichten Turpcth ( Turbith
i) Aus einer Kupferauflösung entbunden.