Band 
Erster Band.
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Saliitulvft und Euectri, cixjet.

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Salpeterluft und Electricität.

Nach de la Metherie (über reine Luft; teutsche Ausgabe . S. 174) kannman in nitroser Luft cle et rische Funken ziehen.

Priestley bemerkt, dafs Salpeterluft durch electrische Funken, die mandurch sie gehen läßt, um J ihrer ersten Quantität vermindert wird, und nach-her die gemeine Luft nicht mehr vermindert; hat man sic hiebei durch einmit Orseille gefärbtes Wasser gesperrt, so verändert sich nach ihm die blaueFarbe desselben sogleich in eine im hohen Grade rothe. (Priestley’s Beob-achtungen üb. verschied. Gattung, der Luft, I. S. 215. II. S. 234.) Diesen Ver-such wiederholte er öfters. Einst verminderte er in weniger als einer halbenStunde ein halbes Unzenmaafs Salpeterluft bis auf ein Viertel seines Inbegriffs ;Dieser Ueberrest bestand nach ihm aus f phlogistisirter und J nitroser Luft, undals er ihn zu Kalkwasser brachte, bemerkte er einige Trübung. Ein anderesMal lieft er den electrischen Funken so lange in eine Menge Salpeterluft schla-gen, bis nicht mehr als f davon übrig war; dieser Rest befafs nach ihm alleEigenschaften einer völlig phlogistisirtcn Luft; denn er wirkte gar-,nicht in diegemeine Luft, und löschte ein Licht aus. Es war auf dem Ouecksilber, womitdie Luft gesperrt gewiesen war, eine weifte Materie entstaden, welche das hin-zugelafsene Wasser außerordentlich trübe machte. Bei einer andern Gelegen-heit lieft er den electrischen Funken so lange in eine Menge Salpetcrgas gehen,bis sie dadurch nicht weiter vermindert werden konnte; der UeberrcsF ver-hielt sich zu der Menge, die er zu dem Versuche genommen hatte, wie 16! zu24. Er lieft die so verminderte Luft die Nacht über dem Ouecksilber stehen,und sie vermehrte sich etwas, so, dafs sie sich jetzt zu der ersten Mengewie 11* zu 24 verhielt. Es kam kein Wasser bei diesem Prozesse zum Vor-scheine, und das zur Luft ■ gelassene Wasser nahm keinen sauren Geschmackan, sondern letzterer war vielmehr zusammenziehend, dem ähnlich, den dasmit Salpclerluft geschwängerte Wasser besitzt. Es war gleichfalls auf demOuecksilber, wmmit die Luft gesperrt w r ar, ein w'eifses Pulver entstanden. Alser Wasser über das Ouecksilber zum Sperren brachte, und nun den Funkenhindurch leitelc, erhielt das Wasser einen zusammenziehenden, aber keinensauren Geschmack (a. a. 0. III. S. 254.) Ein anderes Mal füllte er eine Phiole ,in die etwa 6 Unzen Maas Salpeterluft gingen, beinahe ganz voll , sperrte siemit Quecksilber, und lieft alsdann den electrischen Funken hineinschlagen. Sieward hierauf nach Verlauf von einer Stunde auf die Hälfte vermindert, nachheraber nur sehr w r enig. Das Ouecksilber war sehr angefressen; in dem Restevon der Luft löfebte ein Lieht aus. Die Zersetzung ging sehr schnell vor sich.Er wiederholte diesen Versuch nachher in einer Röhre, die einen "V icrtelzoll im