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Salpetergas und Wassee,
(U oigt's Magaz. VII B. drittes Stück, S. 146), Scherer (Darstellung derchemischen Untersuch, der Gasarten, S. 9 und 21'. Indessen sagt letzterer aneinem andern Orte ( Nachträge zu den Grundzügen der neuen chem. TheorieS. ^87), eigene Versuche hätten ihm angezeigt, dafs das Gas durch langes Ste-4ien über Wasser eine Umänderung erleide. Der Umfang desselben nehme etwasab, und der Rückstand sei eben so wenig fällig, das Verbrennen zu unterhal-ten, als auf’ das Saucrstoffgas so wie vorher zu wirken; das Sperrwasser.erhalte die Eigenschaft, die Lac-mustinktur zu röthen.
bischer sagt, es verbinde sieh mit dem Wasser dies Gas nicht, und werdemit demselben durch Schütteln keineswegs zu respirablcr Luft. (Dessen phys.Wörter!). II, S. 675.) — Nach Gehler wird das Salpetergas durch die Be-rührung mit Wasser langsam zersetzt, und verliert nach zwei bis drei Monatenseine ganze Wirksamkeit. Ist im Wasser noch respirable Luft befindlich, soerfolgt diese Zersetzung schneller. Durch Schütteln nimmt das von Luft, gerei-nigte Wasser ohngefähr den zehnten Theil seines Volumens von dem Gas insieh, welches durch Kochen oder Gefrieren wieder herausgetrieben werdenkann. Das mit dem Gas geschwängerte Wasser hat sehr wenig Säure. {Geh-lerts phys. Wörter!). S.414. — Gotlling behauptet, das Salpetergas verbindesich nur mit dem W asser, wenn es stark damit geschüttelt werde , und das^Vasser sehr kalt sei. (Dessen Taschenbuch für Scheidekünstler auf das Jahr1800, S. 108.)
F ourcroy (Systeme des connaiss. II, S. 92) sagt, das Wasser löse dasSalpetergas nicht auf, verwandele es aber in Säure, wenn es Luft enthalte. —Humboldt bemerkt über dies Verhalten folgendes: Hundert Theile Salpeter-gas (von 0,14 Stickstoff), mit destillirtem frisch gesottenem Wasser geschüt-telt, nehmen am Volumen o,ll bis 0,12 ab. Dasselbe Gas, in Berührung mitdem Brunnenwasser, verliert nur 0.02. Die Ursache dieses Unterschiedes 0,09bis 0,10 darf weder der Unreinigkeit der atmosphärischen Luft in den Zwischen-räumen des Wassers, noch der Zersetzung dieses Wassers selbst zugeschriebenwerden. Er ist blofs scheinbar; denn die Salpetersäure, die sich durch Be-rührung des Salpetergas mit dem Brunnenwasser bildet, zersetzt die kohlenstoff-saure Kalkerde. Es entbindet sich Kohlenstoffsäure, die das Volum des Rück-standes mehrt, und die Absorbtion des Salpetergas weniger merklich macht.Um die Quantität dieser Kohlenstoffsäure zu bestimmen, laugte er den Rück-stand mit Kalkwasser aus. In einer grofsen Menge von Versuchen nahm dasVolutnen um 0,09 bis 0,07 ab. Hieraus ergiebt sieh. dafs das Brunnenwasserwirklich 9 + 2 oder 7 + 2 Theile Salpetergas, das heifst, ohngefähr dieselbeQuantität als das destiüirte Wasser, absorbnt. {Humboldt in Seherer’sJournal der Chemie, IJLI, S. 152; in $. Versuchen über die chem. Zerlegung des