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Dritter Band
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Atmosphärische Luft und Licht.

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In den vier letzten Versuchen wurde statt der kleinen oben beschriebenenLampe eine gerneine Argandsche Lampe gebraucht, deren Docht nur so weit,heraus gezogen war, dafs es nicht mehr als etwa \ des Lichts ausstrahlenkonnte, das die mit dem gröfsLmöglichsten Glanze brennende gegen ihr überstehendegrofse Argandsche Lampe lieferte. Damit seine Urtlieilskraft beim Entscheidender Gleichheit der Schatten völlig unbefangen sein möchte , hielt er sein Augebeständig auf das Feld des Photometers gerichtet, und schob mittelst der Winde,die er beständig in seiner Hand hatte, dasjenige Licht, dessen corrcspondircnrder Schatten mit dem des Normallichtes zu gleichem Grade der Dichtigkeitgebracht werden sollte, so lange vorwärts und rückwärts, bis ihm die Schatrten vollkommen gleich zu sein schienen. In diesem Augenblike aber gab ereinem Gehülfen den Auftrag, zu beobachten, und stillschweigend .niederzu-schreiben, welches die Entfernung der Lampe oder Kerze sei, so, dafs er,ehe der Versuch geendigt, und als es zu spät war , einen vermutheten Betrugseiner Augen nach seinen Wünschen oder Erwartungen etwa corrigiren zuwollen, diese Entfcriinng gar nicht erfuhr.

Aufser den erwähnten Versuchen stellte er eine grofse Menge anderer an,die ihnen ähnlich waren, und in gleicher Absicht unternommen wurden - siegaben fast alle die nemlichen Resultate, und kamen im Allgemeinen sämtlich

des Normallichts A eben daselbst, wie das Quadrat der Entfernung desLichtes B von der Mitte des Feldes des Instruments in Zollen ausgedrückt,

zu 10000 , und aus diesem Grunde ist auch y = (Rumford’s kleine

Schriften, aus dem Französischen, B. IV, Abtheil. 2 , p . 43s £)

Die Menge des Lichts in der Atmosphäre zu messen, hat HerrLeslie folgendes Instrument vorgeschlagen : Zwei Luftthermometer stehenso mit einander in Verbindung, dafs sie nur durch eine gefärbte Flüssig-keit von einander getrennt sind. Sobald beide Thermometer ohne Farbeder Warme und dem Lichte ausgesetzt sind, kann sich die Flüssig-keit die beiden Thermometer trennt nicht bewegen. Leslie färbt aberdie eine Kugel schwarz ; diese wird nun um so stärker erwärmt, als mehrLicht auf sie fallt. Die in der Kugel eingeschlossene Luft wird nun stärkerausgedehnt, und bringt die erwähnte Flüssigkeit zum Steigen. Zwei völliggleiche Thermometer, an deren einem die Kugel schwarz, an dem andernaber weifs bestrichen wäre , müfsten dasselbe leisten.

Bis jetzt haben wir noch keine genauen Beobachtungen über die jähr-liche und tägliche Verschiedenheit der Helligkeit in der Atmosphäre überdie ganze Erde.