Band 
Dritter Band
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Atmosphärische Luft und Lich t. 1?

kupferne Röhre perpeiulikulair auf die Richtung der Röhre einlötlien liefs, umden offenen Theil eines Barometers hineinbringen zu können.

Die ersten Maie , da er den Versuch machte, bediente er sich nur einer klei-nen Luftpumpe , die das Quecksilber nur bis zu einem Zoll über dem Niveauhinab zu bringen fähig war. Als die Röhre auf diese Art von dem gröfstenTheilc ihrer Luft befreit war, wurde sie gegen einen sehr entfernten Gegen-stand gerichtet, den man durch die Röhre und ein in die Richtung der Röhregebrachtes Perspectiv von 20 Fufs hindurch sah. In dem Brennpunkte diesesPerspcctivs waren zwei parallele Faden, die die Veränderungen des durchverschiedene Medien gesehenen Objects maafsen. Als er den Abstand derFaden unter einander mit der Länge des Brennpunktes des Objectivglases ver-glich, fand er, dafs sie einen Winkel von beinahe 30" einschlossen, welches eineRefraktion von 43" für einen Einfallswinkel von 44 bis 45° giebt.

In der Folge bediente er sich der Luftpumpe der Akademie, womit er dasQuecksilber zu drei Linien über dem Niveau hinunterbrachte, wobei er mehrereMale die Veränderung des Objects um 1' 1" oder 2 Sec., welches für denselbenEinfallswinkel als oben nur etwas mehr als eine halbe Minute Rclraction giebt,bemerkte.

Da er endlich die letztem Male dahin gelangt war, das Quecksilber bis zueiner Linie über dem Niveau hinab zu bringen, so fand er die Abweichung desObjects noch gröfser, nemlich 1';’, welches I Minuten für den Einfallswinkelvon 45° giebt, und w'eiter konnte er nicht gehen. Er fand immer dafs die Va-riationen des Objects im Verhältnifs mit der Höhe standen, zu der die wüederin die Röhre eindringende Luft das Quecksilber des Barometers erhob, so dafswenn das Quecksilber } oder | seiner gewöhnlichen Höhe einnahm, das Objectgleichfalls um j oder ; seiner Totalvariation abwich, i) ( Pries tleys Ge-

1 . Vergleicht man inzwischen die verschiedenen Quantitäten der 7 btalrefraction , di*Heils le in seinen verschiedenen Versuchen beobachtete , so findet sich nicht dafsdie Totalvariation des Objects i/i jedem Versuche dem A nt heile Quecksilber, der nochüber dem Niveau stand, proportionirt gewesen sei, denn die astronomische Refrac .tion war für Paris ohngefi'ähr 2 \/\ Min, für die Summe der ILinfaiswinkel derener sich bediente; richtete sich die Abweichung des Objects immer nach dem Verhält,nijs der Höhe des Quecksilbers, so hätte er bei dem Versuche , bei dem das Queck.Silber noch einen Zoll hoch über dem Niveau stand, die Totalabweichung des Ob.jects nur 5" kleiner als die astronomische Refraction finden muffen, anstatt dafs ersie beinahe 1 ' J 2 Minut, kleinen fand , wie es hätte geschehen müssen, wenn dasQuecksilber nur 10 Zoll von seiner gewöhnlichen- Höhe abgefallen wäre. Im 2tenund Aten Versuche, in denen das Quecksilber nur 3 Linien , und herngch 1 Linieüber dem Niveau Stand , hätte er die Totalvariation des Objects der astronoitiischenHiliYERS SYST. DARST. I. TH. II. BAND., II. AB TH. C