Atmosphekische Luft und Licht.
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Entfernung vom Zenith bestimmt den Winkel abt, der ohne Refraction absseyn würde. Die Differenz tbs, welche angicbt, um wie viel die scheinbareEntfernung abt des Sternes s vom Zenith wegen der Strahlenbrechung in derAtmosphäre von der wahren Entfernung verschieden sey, heifst die astro-nomische Strahlenbrechung oder Refraction. Es verursacht dem-nach die astronomische Strahlenbrechung, dafs ein Gestirn am Himmel etwashöher erscheint, als ohne diese Brechung erfolgen würde. Befände sich dasGestirn gerade im Zenith a, so geht der Strahl aq ungebrochen durch denLuflkreis durch. Dagegen fallen die Strahlen solcher Gestirne , die näher amHorizonte erscheinen, desto schiefer auf, und werden daher desto stärker ge-brochen. Je weniger also ein Gestirn vom Zenith entfernt ist, desto kleiner istdie astronomische Strahlenbrechung ] und sie fällt völlig weg, wenn das Gestirnim Zenith sich befindet. 11 ou cj uer (llistoirc de tÄcaäcnüc a Paris , arm. 1726,p. 12.) fand, dafs im Augenblicke des Untergangs des Mondes, wenn sein un-terer Rand den Horizont berührt , sein Licht olmgefähr 400 Mal schwächer ist,als wenn er eine Höhe von 66° hat. Dagegen wird.-sie desto gröfscr, je näherdas Gestirn dein Horizonte erscheint, und sie ist am gröbsten, wenn das Ge-stirn gerade im Horizonte gesehen wird. Dies heifst alsdann auch die Hori-zont a 1 r e fr a e t i o n.
Uebrigens kömrnL es aber nicht darauf an, ob das Gestirn weiter oder nä-her von unserer Erde entfernt isf, die Ölrahlenbrechung für Ela rieten , Sonne,Mond, Fixsterne und Comelcn ist völlig einerlei. (Gchlers phys. Wörterb.B. IV, p. 243 ff. Fischers phys. Wörterb. B. IV". p. 56~.) 1) Die Astrono-
1. Nach jXlontucla soll schon Ptolomaeus die astronomische Strahlenbrechung ge-kannt haben; er führt als Beweis dafür eine Stelle von Roger Rac.on f (Perspectivaer ed/t. Combaehii l6l-J. p. 37.) an, der bemerkt, man sebc die Gestirne beim Hori-zonte nicht am rechten Orte , und hinzu setzt: „Sic autem Ptolomaeus in lib. V. Op.tices ct Al hetzen in VHP Al ha zens angeführte Stelle handelt zwar wirklich vonder Strahlenbrechung, aber in des P t o lotn a eus Al/nagest findet man keine Erwäh-nung derselben , auch da nicht, wo dies geschehen seyn müfste, wenn sie damals be-kannt gewesen wäre. Wahrscheinlich liat sich die von Bacon angeführte Stelle aufden Gesichtsbetrug bezogen, den Ptolomaeus aus den Dünsten erklären will. Vondiesem Gesichtsbetrug handeln mehrere Stellen des P tolema eus, besonders die Lib.llf. c. <J, von der auch Priestley (Geschichte der Optik, übersetzt durch KlügelS. 11.) glaubt, dafs sie Bezug auf die astronomische Strahlenbrechung habe. Der Ara-ber A Uiazen redet sehr bestimmt von diesen Strahlenbrechungen. (Optices Lib. VII.und de crepuscu/is.) Er leitet sie davon ah , dafs die Materie des Himmels subtiler sey,als die Substanz der Luft. Er schreibt ihnen die Ursnch von der Yergröfserung der Höheder Gestirne und dem Phaenomene , dafs Sterne zuweilen über dem Horizonte gesehen:werden., wenn sic noch, wirklich, darunter sind , zu. Auch hängt npeh ihm das Blinkem:
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