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Dritter Band
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wifsen äufsern Drucke ausgeselzt sei, und dabei einen bestimmten Grad vonWärme habe, werde ihr Volumen verdoppeln oder verdreifachen wenn sie beidemselben äufsern Drucke doppelt oder dreimal wärmer würde. Doch setzt die-ses Gesetz nach ihm in der Luft einerlei Dichtigkeit und Mischung voraus.

Dafs die Kälte die Elaslicität der Luft schwäche bemerken auch Krüger( Natur'lehre §. 307. ) und Thenn (Versuch einer neuen und deutlichen Erklä-rung <ier Kälte, Augsburg 1774. p. 82.)

Indessen kommen mit Amonions Erfahrungen nicht die Versuche allerNaturforscher überein, von denen einige vielmehr zu beweisen scheinen, dafsdie specifische Elaslicität bei anderen Dichtigkeiten und Wärmegraden auch inandern Verhältnissen verändert werde.

Auch könnte man aus diesen Sätzen überhaupt nur dann geradezu Ge-setze für die Ausdehnung der Luft durch die Wärme finden, wenn die Luftkeinen andern Veränderungen als nur in der Wärme und Dichtigkeit ausge- xsetzt wäre. Da sie aber auch in Hinsicht ihrer anderweitigen Mischung und be-sonders der in ihr enthaltenen Feuchtigkeit sehr verschieden gefunden wird, sowird es dadurch sehr schwer gemacht, was an den gefundenen Resultaten je-der einzelnen Ursache zuzuschreiben sei , stets gehörig zu taxiren. Indessenscheinen diese Schwierigkeiten durch die Resultate neuer Versuche, nach de-nen alle Gasarten und elastischen Dämpfe gleich und in allen Temperaturengleichförmig ausdehnbar gefundeu sind, sehr vermindert zu werden. Man se-he die folgenden speciellen Versuche und den Artikel, Luft, Wasser undWärme.

Aus Amontons angeführten Erfahrungen erhellet, dafs er mit seinemLuftthermometer die Zunahme des Gewichts, welches eine Luftmasse zu trage»vermag, bei Erhöhung ihrer Temperatur vomEis bis zum Siedepunkte des Was-»sers etwa f desselben gleich fand. Setzt man nun voraus , dafs bei jedem Gra-de Wärme die Ausdehnung der Luft gleichförmig erfolge, so würde für jedenGrad der Fahrenheitschen Skale die Luft um 33333 ausgedehnt werden.

Nach Nuguet i Mcmoircs de Trevoux, Octbr. 1707. ) dehnt sich die at-mospärische Luft seinem ersten. Versuche.zu Folge in dem Zustande von Com-pression in weichem sie gewöhnlich auf der Erde ist, durch die Wärme deskochenden Wassers 1 ) so aus, dafs der Raum den sie alsdann einnimmt, sichzu dem ersten Raume wie 2:1 oder 4 : 2 verhält, doch bemerkt er dabei, dafsbei seinem Versuche diese Luft noch nicht um soviel ausgedehnt war, als siedurch diese Wärme seyn konnte, weil ein Theil dieser ausgedehnten Luft mit

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