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Dritter Band
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AiMUsmasisam Luft um o W «suf.

Als de la Hire den letzten Nuguetschen Versuch mit allen von demselhenangegebenen Umstanden wiederholte , fand er das Volumen der natürlichen Luftigzu der durch die Wärme des kochenden Wassers ausgedehnten beinahe wie2:5, oder wie 2{: 1. Die Flasche, deren er sich dabei bediente, lafste 2 5Unzen, und war, als er sie in das Wasser brachte, ; se hr trocken.

Einen andern Versuch nach Nuguets Manier stellte de la Hire am 18. Jul.1708 des Morgens an. Das Barometer stand damals auf 28 Zoll, und das Ther-mometer auf 55 Abtheilungen , welches im Keller der Pariser Sternwarte auf 48stand. Der Wind war zi&miich feuchter West, und miL einem geringen Regenbegleitet. Er nahm nun eine ganz neue Glasilasche, welche so trocken war,als die Beschaffenheit der Luft es nur erlaubte. Er fand ihr Gewicht — 6 1 Drach-me. Jetzt verstopfte er sie'mit Kork, durch welchen er den einen Schenkeleines kleinen Glashebcrs gebracht, und denselben mit Siegel wachs wohl be-festigt hatte; der andere Schenkel des Hebers war auswärts. Er brachte dieFlasche in das kalte Wasser eines Kessels worin sie völlig untergetaucht wurde,so dafs der Ivorkstöpsel und der Heber auch in das Wasser eintauchten. Eswurde hiebei darauf gesehen , die Oeffnung der Phiole und den lieber nur sehrwenig unter die Oberfläche des Wassers zu bringen , damit durch die Schweredes Wassers der Eingang desselben in die Flasche durch Zusammendrückungder darin enthaltenen Luft nicht veranlafst würde, welches übrigens wie laHire meint, da der Korkstöpsel sehr genau schlofs, und die Röhre des He-bers sehr dünn war, so leicht nicht geschehen konnte.

Sobald der Kessel auf das Teuer gebracht war, bemerkte man fast in dem-selben Moment dafs aus dem Ende der Röhre des Fiebers kleine Luftblasen hin-austraten , welches anzeigte, dafs die Ausdehnung der Luft schon vor sieltgieng. So wie das Wasser sich immer mehr und mehr zu erhitzen anfing,traten die Luftblasen aus der Röhre des Hebers mit Ungestüm hinaus, welchesdenn so fortging, bis das Wasser mit grofsem Blasemverfeu kochte, und immerkamen Luftblasen , aber immer viel weniger als im Anfang heraus. Als dasW r asser einige Zeit hindurch gekocht hatte, nahm dela Hire den Kesselüber dem Feuer weg, während er immer sehr sorgfältig die Mündung der Phio-le und den Heber ins Wasser getaucht - hielt, damit Avenn sich das Kesselwasserund die Luft der Flasche abkühlen, keine Luft weder durch die Hebernoch durch die kleine Oefftumgen, die sich etwa im Stöpsel hätten vorfindenkönnen, eindringen konnte. Um die Arbeit etwas abzukürzen, nahm er einwenig warmes Wasser aus dem Kessel hinaus, und brachte eben so viel kalteshinein, bis das Wasser gänzlich erkaltet war.

Vermu.hlich der L,aft bei der Temperatur der Keller des Tariser Observatoriums. —MEYßiiS SYST. DARST. I. TH. II. BAND, II. ABTII, II