Band 
Dritter Band
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dien . bringt aber augenblicklich das offene Ende der Röhre in ein Gefäfs uiitQuecksilber, damit keine atmosphärische Luft eindringeti könne. Unter demQuecksilber zieht er den Draht aus der Röhre. Dann erwärmt er die Kugel,und läfst sie wieder erkalten, damit eine kleine Quecksilbersäule ; n ( | iC Röhretrete. Nach diesem kehrt er das Thermometer um. Die Quecksilbersäulesinkt um ein beträchtliches tiefer, und mit einem Drath läfst er sie endlich sotief hinab , als nöthig ist.

2) Mufs man heim Füllen des Luftthermometer darauf sehen , ■ dafs die cin-gefüllte Quecksilbersäule die gehörige Höhe oder Länge bekommt. Da auf dieLuftthermometer auch die Schwere der Atmosphäre wirkt, so mufs man, wenndiese sich verändert, durch Berechnung eine Berichtigung daran vornehmen,oder man mufs die Quecksilbersäule, welche auf die Luft drücket, verändern. Dasletztere hält Luz fürsicherer und bequemer. Da Hr. Lu z an einem Orte wohnte,wo eine sehr niedrige Barometerhöhe war, so dafs diesBaromeler nicht oft über27 Zoll kam, so liefs er Luft im Luftthermomeler mit Inbegriff des Drucks derAthmosphäre durch ein Gewicht, welches eine Quecksilbersäule von 2S Zollenbalancirte , zusammendrücken. Z. B. das Barometer stünde 27 Zoll hoch , sofüllt er noch eine Quecksilbersäule von 1 Zoll ein. Wäre aber die Barometer-höhe 317,7 Linie, so würde eine Quecksilbersäule angefüllt, die 18,3 Linien langist, damit die Luft immer durch das Gewicht von 28 Zollen gedrückt werde.Damit die Berichtigungen wegen des Barometerstands bequem gemacht werdenkönnen, füllt Luz anfänglich eine kleinere Säule ein, als er nöthig hat. Istsie zu grofs, so ziehet er mit einem Drahte etwas davon heraus. Will erzufüllen, so steckt er den Drath in die Röhre, und füllt eine etwas weiteaber an einem Ende sehr fein zugezogene Glasröhre mit Quecksilber} durch dieenge Spitze sind die feinsten Quecksilbertropfen, die in der Röhre kaum Li-nie Höhe geben*, hinein zu bringen.

3) Mufs die eingefüllte Quecksilbersäule so tief in die Röhre gesetzt wer-den , als nöthig ist. Er stellt deswegen das Thermometer in schmelzendes Eisstecket einen Drath in die Röhre, und fährt mit demselben bis an den Faden,der den Eispunkt bezeichnet. Die Quecksilbersäule läuft imnjer nach, weildie Luft an dem Drathe herausgehen kann. Es ist schwer, das untere Endeder Quecksilbersäule im schmelzenden Eise genau auf den Faden zu stellen.Gemeiniglich kommt es entweder zu tief oder zu hoch. Luz achtet diesnicht, er nimmt lieber hei jeder Beobachtung durch die Rechnung die Berichti-gung vor: indem er weifs , wie schwer es hält die Säule genau auf den gehö-rigen Funkt zu bringen. Die Berichtigung durch die Rechnung ist indessen soschwer nicht, denn da ein jeder Grad -—-'des Volumens der eingeschossenen.Lnft beträgt, so heißt es wenn z. B. irn schmelzenden Eise die Säule <ka