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Dritter Band
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Atmosphärische Luft umd Wärme.

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reichend seyn, den Gebrauch des Luftthennometers, wenn man durcli dies In-strument sehr kleine Grade der Wärme messen will unsicher zu machen. Destobessere Dienste werde aber das Luftthermometer als Pyrometer leisten , utn hoheGrade der Hitze zu bestimmen. Hier kann man nach ilnn kleine Abweichungenvon dem allgemeinen Gesetze, welches die Ausdehnungen der trockenen Lullden Unterschieden der Warme proportional setzt, übersehen, weil die etwadaraus entstehende Ungewifsheit von einem oder höchstens ein paar Gradender gewöhnlichen Thermometerscale bei der Angabe einer grofsen Hitze nichtin Betracht kommen. Er giebt folgenden Vorschlag zu der Einrichtung eines,solchen Pyrometers.

a Fig. 5 Taf. XVIII. ist eine Kugel oder cy lind rische Büchse von Kupfer,zwei Zoll im Durchmesser; von der Kugel führt eine gekrümmte Röhre b c. dzu einer zweiten cylindrischen Büchse von Eisen e e zwei bis drei Zoll weit undbis 1 4 Zoll hoch. Die Kugel, Röhre und Büchse müssen in einander geschraubtund recht gut im Feuer gelöthet seyn. Um sehr hohe Grade der Hitze zu messen,könnte man auch die Kugel a und den untern Theil der Röhre b c, so weit sie insFeuer kommt, von gegossenem Eisen oder am besten von gegossener Platina machen.Die Büchse e e hat beif eine einen halben Zoll weite Schraubenöffnung, in welchesich eine eiserne in der Mitte durchbohrte Schraube mit einem flachen Ansatz,welcher auf den Deckel der Büchse genau pafst, schraubt. Durch die Oeffhung derSchraube geht eine an beiden Ende'offene Barometerröhre bis beinahe auf den Bo-den der Büchse. Vor dem Gebrauche des Werkzeugs trocknet man die in dem In-nern Raume der Gefäfse enthaltene Luft aus , indem man frisch geglühetes Laugen-salz in die Büchse e e bringt, und den ganzen Apparat einige Tage lang ver-schlossen stehn lasset. Hierauf füllt man diese Büchse e e mit Quecksilber,welches auf dieselbe Weise ausgetrocknet ist, bringt die Barometerröhre mitder Schraube f auf die Büchse, und setzt die Kugel a in das Feuer , dessen Hitzegemessen werden soll. Aus dem Stande des Quecksilbers in der Barometerröhref g findet man die Vermehrung der specifischen Elasticität durch Wärme , auswelcher sich auf die Ausdehnung der Luft, von dieser aber auf den Grad derHitze schliefsen läfst. Damit das Ouecksilber in der Büchse e e nicht beträcht-lich erwärmt werde, so ist es dienlich diesen Theil des Apparats in ein Gefäfsvoll kalten Wassers k i zu setzen, und wenn die Schraube f unter Wasserkommt, so erkennet man dadurch um so leichter, ob sie die Oeffhung derBüchse e e luftdicht verscliefst. Dies ist der Gebrauch des Werkzeuges imAllgemeinen, für welches Herr Schmidt noch folgende nöthige Correctionenangiebt. Indem das Quecksilber aus der Büchse e e in die Barometerröhre f gtritt, nimmt die Luft den von ihm verlassenen Raum in der Büchse ein. DieseAusdehnung der Luft mufs zu der aus der Vermehrung der Elasticität gefundenen