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Dritter Band
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Atmosphärische Luft und w «Ml.

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bei einem beliebigen Barometerstände B eine Höhe II in der Röhre B G ge-messen, und sucht die dazu gehörige Wärme, so dividire man den Quotient~ durch die Gröfse ; der neue Quotient giebt die gesuchte Hitze in Graden der Reaumürschen Skale. Er erinnert noch , dafs sich zwar das Kupfereinigermafsen verkalken werde , welchem llebelstande man nur durch die An-wendung eines viel kostbarem edeln Metallcs Vorbeugen könne , dafs er indessendemohngeachlet überzeugt sei, dafs diese Ursache einen nur sehr geringen Ein-flufs auf die zu messenden speciftschen Elasticitäten der Luft haben werde,wenn man nur die in den Gefafsen eingeschlossene Luft stets recht trocken er-hält , weil die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit besonders das Verkalken derMetalle befördere. Ueberdem sei es nicht nöthig , die eingeschlossene Luft inder Kugel a zu erneuern, durch welchen Umstand sie ihre Wirkung auf dieVerkalkung des Metalls bald verliere.

Dieselben Gründe, welche Herrn Schmidt zu seinen Versuchen auffor-derten, verrnogten auch Herrn Dalton zu Manchester dazu.

Zu seinen Versuchen bediente er sich einer geraden Barometerröhre , dienach ihrer Capacitiit genau abgetheilt war. Diese trocknete er mittelst einesmit Garn bewundenen Drahtes, und steckte sie mit dem offenen Ende durcheinen Kork in eine Flasche, worin sich Schwefelsäure befindet, damit diese alleFeuchtigkeit aus der Röhre herausziehe. Darauf brachte er eine kleine Säuletrocknen Quecksilbers bis zu einem bestimmten Funkte in die Manometerröhrehinab, und so war das Instrument zu den Versuchen mit atmosphärischer Luftim Stande. Aus einer grofsen Menge von Versuchen , die er mit der atmo-sphärischen Luft anstellte, 'ergab sich, dafs die Resultate de Luc’s, Roy’s,Saussure's, Berthollet’su. s. w. durchgehends der Wahrheit sehr nahekommen, indessen die Versuche Guy ton Morveau’s und Duuernois’s inden hohem Temperaturen sehr unrichtig sind.

Er fand wiederholt, dafs 1000 Theile atmosphärischer Luft, bei dem gewöhn-lichen Luftdrucke im Manometer von 55° Fahr. Wärme bis auf 212° Fahr, er-hitzt, sich zu einem Volumen von 1321 Theilen ausdehnen, welches, wenn manfür die Ausdehnung des Glases noch 4 Theile hinzurechnet, eine Dilatationvon 325 Theilen bei einer Erwärmung von 157° der Fahrenlieit'schen Skale giebt.

Er bemerkt, dafs, was die Ausdehnung in den Zwischengraden betreffe,welche nach den Versuchen des Generals Roy über 57° hinaus langsam ab-nehmen, dagegen nach Guy ton's Versuche in den höhern Theilen der Skaleschnell steigen soll, so müsse er dem General Roy Recht geben. Indessenhabe dieser die Abnahme von 72° herabwärts zuverläfsig zu grofs gemacht,weil er nicht bemerkte, dafs er einen Tlieil der elastischen Flüssigkeit, mit derer operirte , (Wasserdampf) in diesen abnehmenden Temperaturen wirklich zer-

MEYERS SYST, DARST. I. TH. II. BAND II. ABTH, L

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