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Dritter Band
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(V r m u s f h s« (Sch Luft v sj d W üui,

Prof. Heller zu Fu'ula sperrte, um Halt ans und Gay hussa c’s Ver-suche zu prüfen, an einem Tage, als das Thermometer auf 0° st and, im Freieneine Luftsäule in eine Röhre, mafs ihre Lange, und beobachtete sie mit Sorg-falt bei verschiedenen Wärmegraden. Folgende Tabelle enthält die beobach-teten, und zugleich die nach Gay Lussac und üalton berechneten Längen.

Thermo-

anclcrer über diesen Gegenstand , und liefs gerade die wichtigsten unbeachtet. Denn,er gedachte mit keiner Silbe weder der altern Versuche von Lambert, noch derneuern mit so grofser Sorgfalt eingestellten vorn Herrn Prof. Sc h m i d t in Giefsen.Freilich ist ihm diese Nachläfsiqkeit kaum als individuellen Gelehrten zuzuschreiben,sondern vielmehr seiner Franzosennatur beizumessen , indem man keiner Nation mitso vielem Fechte Achtlosigkeit gegen die Kenntnisse der Ausländer vorwerfen kann ,als den Franzosen,

Uehrigens sieht man, dafs der oben angeführte Versuch des genauen HerrnLu z das Resultat der Gay Lus s ac’schen P'ersuchc nur um anderthalb Tausend-theile iibertrifft, und dasselbe daher aufs Beste bestätigt. Setzen wir wegen der Di-latation des Glases, die Lu z nicht mit in Rechnung gebracht hat, noch 4,5 Theilehinzu , so ist nach diesem Her suche des Herrn 1, u z die Dilatation getrockneter Duftvom Frost- bis zum Siedpunkte 0,382. IVäre bei der Bestimmung des Siedpunktstan Quecksilberthermometer, dessen Herr Luz sich zu diesem Persuche bediente,keine Correction wegen Rcducirung des Barometerstands auf den J\ormalstancl an-gebracht worden (wie es fast scheint ), so miifsten zu dieser Dilatation-noch 9. 0,3S2 s= 3,5 Theile zugesetzt werden. (Duz von Barometer, Anhang, p. 33.) Dasgäbe also eine Dilatation von 0,385, welche ziemlich in ehe Mitte zwischen GayLnss a c’s und D a 11 o n’s Bestimmungen fällt.

Zehn R p anmur'schc Grade sind gleich 22 i fi Fa hr cd h ei l’schcn Graden. Danun Herr Luz die Dilatation getrockneter Duft von 0° bis 10° Reaum. — 0.0 <7 ge-funden hat, so mu/s sein Her such für die ersten 23 0 Fahr, vom natürlichen Frost-punkte bis 55° eine Ausdehnung von etwas ?nehr , als 0,0 19 gegeben haben , welchesgenau mit G i 1 b e r t’s Berechnung nach Galt o n’s J’ersuchen übereinstimmt. Nachdem Versuche des Herrn Luz steht ferner die Dilatation von 10° bis 45° Ke an in.(.5-1 t/i bis 133 (A Gr. Fahr.) zu der von 45 bis 800 Reaum. in dem Verhältnissevon 167 : 163,5 . oder (wegen der Ausdehnung des Glases') von etwa l69: 165,5.Dagegen verhalten sich nach Gallon die Dilatationen von 55° bis 133 i f-Gr.Fahr, und von da bis 212° Fahr, zu einander wie 167 : 158. Luz’s Versuch bestä-tigt demnach G a 11 o n’s Behauptung, dafs das Quecksilber sich in höhern Tempera-turen verträltnifsmäfsig stärker , als die Duft ausdehnt. Der dritte Versuch desHerrn Prof, Schmidt scheint zwar das Umgekehrte zu beweisen j indessen verdientderselbe weniger Zutrauen , als die hier erwähnten , weil die zu schnelle Progres-sion der Ausdehnung bei 70 und 75 Grad beweifst , dafs der Apparat nicht ganzwasserleer war. Ferner stimmen die wichtigen Versuche der Herrn Galten undGay Lussac so genau mit des Herrn de Lu c’s Regel für die Correction der Ba-rometer.