91
A N H A X (.! ZU ATMI)S?H*RISC11S Ll'ft UND W 11MI,
A e r o s t a t.
das Gewicht p eines Cubikfufseswelcher der Luftball schwebendLast b, so hatte man11 + b
bekannt angenommen werden , so findet manLuft in der Höhe über der Erdoberfläche, inerhallen wird. Trägt aber der Luftball noch die
\ pd J p i=d p d ! a + p d ;und hieraus erhält man
, ,6 tl /6 b
PSaft + jTp
woraus sich wiederum p als das Gewicht eines Cubikfufses Luft in der bestimm-ten Höhe über der Erdfläche finden liefse.
Schon in den altern Zeiten ist man auf den Gedanken gekommen, sich indie Luft zu erheben} gemeiniglich geschah aber dieses mit künstlichen Flügeln,und es war gröfstentheils das Schicksal derer, welche dieses wagten, traurig,indem sie entweder ihr Leben dabei verloren , -oder einen siechen Körper davontrugen. Vielleicht hat schon die Fabel vom Daedalus und Icarus auf einenVersuch zu fliegen Bezug. Gellius {Noctes atticae L. X , c. 12) erzählt, Ar-chytas von Tarent habe eine fliegende Taube von Holz verfertigt, welchedurch mechanische Kräfte und einen eingeschlossenen Hauch ( aura Spiritus in-tdusa) belebt worden sei. Man hat dieses für eingeschlossene Luft erklären,und schon die ganze Methode der Neuern darin finden wollen. Erst im siebenzehn-ten Jahrhundert hatte der Jesuit Fr anz, Lana oder de Lanis (Prodromo deWarte niacslra. Brescia 1670 fol.) den Einfall, dafs vier grofse kupferne Kugelnvon dünnem Kupferbleche, welche luftleer gemacht, und woran ein Schiffchengehängt wmrde, wogender grofsen luftleeren Räume weniger wägen müfsten,als die von denselben verdrängte Luft, und es werden daher dieselben in dieLuft aufsteigen. Aber so wenig er angeben konnte, wie dergleichen Kugelnluftleer zu machen seien, ebenso wenig ist ein solcher Versuch zu Staude ge-bracht worden, lin Jahre 1755 schlug ein Dominikaner Mönch in Frankreich,Namens Gallien (IJart de naviguer dam les airs; Avignon 17 55, 12) vor,einen sehr grofsen Kasten in den obern Luftregionen , wo der Schnee entsteht, zubauen, dessen Gerippe von Holz, und das Uebrige von Leinwand mit Wachs undTheer wohl bestrichen wäre. Dieser Kasten wäre alsdann mit Luft erfüllt, die nurhalb so dicht, als die untere atmosphärische Luft wäre } brächte man daherdiesen Kasten herunter, so würde er endlich, wenn er nur grofs genug wäre,irr eine Gegend kommen, wo er von der Luft schwebend erhalten werden müsse.
■Obgleich dieser Vorschlag eben so wenig wie der erstere ausgeführt werdenkonnte, so beweiset er doch wie jener, dafs man schon den Gedanken hatte,.verdünnte Luft könne ein Mittel sein, das damit angefüllte Gefäfs in der Luft