Band 
Dritter Band
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Aerostat.

Feuer an, um theils höher, theils niedriger zu fahren. Nachher begleitete Gi-roucl de Vilettc den de Rozier, und beide stiegen 324 Fufs. Darauf'unter-nahm auch der Marquis d’Arlandcs mit Rozier eine Luftreise aus demSchlosse la Muctte , wobei das 'Luftschiff nicht mein’ mit dem Seile zurück ge-halten wurde. Sie wurden von dem Winde über einen Theil der Stadt und überdie Seine geführt, und kamen nach 25 Minuten auf 5000 Toisen weit von demSchlosse la Muette unbeschädigt auf die Erde zurück. Im December (783 un-ternahmen die Herren Charles und Robert aus Paris eine Luflreise. IhrBallon hatte 26 Fufs im Durchmesser. Statt der Gallerie hatten sie unter demLuftballe ein Schiffchen angehängt, und den Luftball besonders mit einemVentil versehen, um nöthigen Falls brennbare Luft heraus zu lassen, wenn siesich niederlassen wollten. Sie durchflogen eine Strecke von 8 Lienes, ohnenieder zu steigen. Bald darauf stieg Charles allein in dem Nachen auf. underhob sich in einem Augenblicke zu einer Höhe von fast 700 Toisen. Den gröfs-Len Versuch dieser Art machte der ältere Mont golfier im Januar 1784. Erund Pilatre de Rozier , nebst noch andern 3 Personen bestiegen dieG allerie eines Balles, welcher 126 Fufs hoch, 104 Fufs breit , und mitverdünnter Luft gelullt war. Diese Reise dauerte aber nur 12 Minuten , weilder Ball einen Rifs bekommen hatte, und deshalb schnell auf die Erde herab ge-sunken war. Nach dieser Zeit sind wegen Feuersgefahr die meisten Luftbällenicht mit erhitzter, sondern mehr nach Charles Methode mit brennbarer Luftgefüllt worden.

Jetzt bekam Pilatre de Rozier den Einfall, eine Luftreise über dieMeerenge zu machen , welche Frankreich von England trennt \ aber Blanchardkam ihm in der Ausführung desselben zuvor, und endigte seine Reise glücklich.Pilatre de Rozier wollte ihn indessen gleichfalls realisiren , und stieg mitseinem Freunde Romain mit einem doppelten Luftball , von denen der unterenach Montg olfier , und der obere nach Charles Art gefüllt war, in dieLuft. Unglücklicher Weise gerieth die ganze Maschine in Brand, und beidestürzten todt von einer ansehnlichen Höhe herab. Dieser unglükliche Fallschreckte indessen andere von ähnlichen Versuchen nicht ab. Blanchardgieng vielmehr nach England, und wagte es, nach verschiedenen vorhergegan-genen Versuchen, mit dem D. Jefferies aus Amerika, eine Luftreise überden Canal zu machen , welches auch am siebenten Januar 1785 binnen 2 Stun-den 32 Minuten glücklich ausgeführt wurde. Nachher begab sich Blancha; dnach Teutschland, und stellte an verschiedenen Orten dergleichen Luftreisenan. Er erfand den sogenannten Fallschirm, der fast wie ein Regen- oder