Band 
Dritter Band
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A ''J H A N G TU A r M 0 SPH*?. ISCH8 L U f i' UND W *IMI,

Aerostat.

über die Newa gekommen war, schien er etwas zu sinken, welche Wirkungohne Zweifel vermittelst Verdicntung des Gas durch die kalten von der Newaaufsteigenden Dünste hervorgebracht wurde. Als die Reisenden aber etwasBallast auswarfen, erlangten sie sehr bald ihren anfänglichen Lauf wieder, undversäumten nicht, ihre Erhebung nach dem allmäiigen Sinken des Quecksilbersim Barometer zu schätzen. Während sich der Aerostat still erhob , drehete ersich mehrmals langsam um sieh herum, und bewirkte dadurch, dafs die Rei-senden ihren Platz veränderten. Man weil's, da is, wenn sich der Luftschifferin einer sehr grofseu Höhe befindet, es ihm unmöglich ist, den Punkt zu er-kennen, gegen den er getrieben worden ist. Sein Luftball und alles unter seinenlufsen scheint ihm in der vollkommensten Ruhe, denn er hat durchaus keinenVerglcichungsgegcnstand. Sein Compafs zeigt ihm wohl den Nordpol an, aberwer zeigt ihm genau und mit Zuvcrlälsigkeit die Richtung, welche der Aerostatnimmt. Unsere Reisenden gebrauchten hiezu einen Apparat, der die gröbsteAufmerksamkeit verdient, indem sie dadurch die geringste Bewegung ihresFahrzeugs genau bestimmen konnten. Sie vereinigten in Form eines Kreuzeszwei Blätter von dünnem und geschwärzten Papier, die durch kleine hölzerneLeistchen zusammengehalten wurden. Dieser sehr leichte Körper war an demäufsern Ende der Gondel durch einen Faden von 25 Arschinen (olmgefähr 10Klaftern') Länge befestigt. Da dieser fliegend schwimmende Körper leichterwar , und weniger überdache darbot, als der Aerostat, so folgte er auch demLuftstrom weniger, als das Luftschiff, und folgte mithin blos dem Ballon •, ver-glich man nun seine Stellung mit der-Richtung des Compasses , so zeigte sieden Punkt an, gegen welchen hin der Aerostat den Weg nahm. Lin zweiterVortheil, den dieser Schwimmer gewährt, ist der, dais er das Aufsteigen desAerostaten oder sein Sinken anzeigt, selbst ehe noch das Barometer die mindesteBewegung gemacht hat} wenn der Nachen steigt, so sinkt der Sch«immer,und er steigt in die Höhe , wenn jener nieder zu sinken beginnt. Hat man denWeg entdeckt, welchen der Ballon nimmt, so bleibt mm noch übrig, die wahreLage der unter dem Aerostat befindlichen Gegenstände zu finden , man weifs ,dafs, wenn sich der Luflschifler auf einer sehr grofsen Höhe befindet, er vonseiner geographischen Lage nicht urlheilen kann, da er keinen Gegenstand zurVergleichung hat} er glaubt in der vollkommensten Ruhe zu sei)], und die Ge-genstände, welche oft mehr als eine Meile von ihm entfernt sind, zeigen ihmnur einen Punkt, so, dafs er das Zcnith aller Gegenstände zu sein glaubt, dieer unter seinen Füfsen hat. Unsere Reisende wandten folgendes Verfahren an,welches sie vollkommen über die Lage der Dinge belehrte. Ein starkes achro-matisches