Atmosphärisch* Luit und Wärme. US
wenigen Sekunden schnell aufwärts, hernach fahre es fort, ganz langsam zusteigen, ln den ersten Sekunden erhalte nemlich die Luft in der Kugel schonalle Wärme. Da aber das unten in der Kugel liegende Quecksilber viel lang-samer erwärmt werde, so benehme es auch der Luft einen Thcil ihrer gleichanfangs erlangten Warme, bis es endlich auch die Wärme des Wassers erlangt,habe.
Lambert machte auch durch das Phänomen, dafs im Winter die Luft ander Decke der Stuben um einige Grad wärmer, als am Boden ist, veranlafst,Versuche über die relative Intensität der Wärme in den an Höhen verschiede-nen Schichten einer erwärmten Luftsäule, (a. a. 0. p. 230 f.) Am 23. Hornung1777 Vormittags um 10 Uhr legte er ein Thermometer in einer Stube dem Ofenund dein Fenster gegenüber an den Boden , und band fünf andere an eine Latte,so, dafs, als er die Latte eben dahin stellte, die Kugeln der Thermometer2, 4, 6, 3 10 Fufs über den Boden erhöht waren. Ein Viertel nach 12 Uhr fander, dafs sie
in der Höhe von
0
2
4
6
8
10 Fufs
bei den GradenUnd um halb3 Uhr
11,4
12.2
14,6
15,3
15,7
16,7 —
bei den Graden
F*
1 —
'ert
12,0
13,2
14,6
14,4
15,3 —
standen.
Es war den Tag über Thauwetter, so, dafs das ThermomeLcr, vor domFenster nach Nordwest zu, beim Gefrierpunkt war. Er hatte diese Thermo-meter mehrere Tage so gelassen, und fand, dafs die in der mittlern Höhe nichtimmer nach dem Mafse ihrer Höhe gröfsere Wärme anzeigten. Der Zug derLuft, die Bewegung derselben, das Zurückprellen der vom Ofen ausfahrendenWärme findet er ab hinreichende Gründe für solche Ungleichheiten. Er fandähnliche Ungleichheiten, als er vier Thermometer in ein Glas stellte, und nurso viel Wasser hinein gofs, dafs die auf dem Boden stehende Kugeln bedecktwurde.
Lambert bemerkt noch, dafs man hei der Beobachtung des Aufsteigern»der Wärme in der Luft wohl Acht haben müsse, ob die Feuertheilchen mit an-dern Materien verbunden sein, wie z. B. in der Flamme, dem Rauche, denDünsten u. s. w.
Da das Aufsleigen der Wärme in der Luft von ihrer geringem Schwere her-rührt, so wird nach Lambert ihre Geschwindigkeit immer gröfser. Diesesmacht denn ihm zu Folge, dafs die Feuertheilchen , die im Aufsteigen auf ein-ander folgen, immer mehr von einander entfernt werden, ohngefahr eben so,wie wenn man z. B. von A zu fs Sekunde eine Kugel fallen läfst. Ihre Entfer-nungen werden wie die Zahlen 1, 3, 5, 7 zunehmen. Aus diesem Grunde aber
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