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Dritter Band
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Atmos phwuscü s Luft und W \v r m r. 135

Zu III und IV. Beim Ilerausziehen des Cylinders änderte sich der Standdes Heberlhermometers nicht.

Im Allgemeinen bemerkt er noch , dafs bei diesen und allen Versuchen mitdiesem Apparate der Cylinder nicht so vollkommen abgetrocknet werden konnte,dafs nicht etwas Nässe daran kleben blieb. Daher zeigte sich am obern Theileder Glasröhre, innerhalb über dem Cylinder immer ein Niederschlag von Wasser-dunst, der gegen Ende des Versuchs zum Theil, etwa 4'" vom Cylinder an ge-rechnet verschwunden war. (Gilberts Annalen der Physik B. XVII. St. 4p. 375. 376 )

IIildebrandt sagt in s. Encyclop. der Chemie Th. I. p. 93, die Luftsei ein vorzüglich starker Wärmeleiter, corrigirt sich indessen Th. II. p. 89dahin, dafs er anführt ruhig stehende Luft sei ein sehr schlechter Wärmeleiter,die Luft werde aber wärmeraubend, wenn die erhitzte Luft aufwärts ziehe, unddagegen kalte nachlrete. 1)

Die Leitungsfähigkeit der verdünnten Luft im Recipienten der Luftpumpehatte schon Otto v. Guericke im Jahre 1666 untersucht. Erbrachte nemlichButter unter den Recipienten, und stülpte , da die Luft wohl ausgepumpt war,eine stark erhitzte eiserne Glocke über denselben. Die Butter war nach 5 bis 6Minuten noch nicht ganz geschmolzen, obgleich der Recipient selbst sehr warmgeworden war. Wurde die Butterder obern Decke des Recipienten so genähert,dafs sie nur 3 Finger breit davon entfernt war , so fing sie an zu schmelzen -indessen geschah das Schmelzen viel geschwinder , wenn man wieder die äufsereLuft in den Recipienten hineinliefs , ob man gleich die Glocke in demselbenAugenblicke wegnahm. ( Histoire de l’Academie d Paris T. I. depuis son eta-blissement en 1666 justfu d 1656. Paris 1733, p. 46. )

Franklin hing einen heifsen Körper unter die ausgepumpte Glocke einerLuftpumpe, und einen andern Körper, der eben so heifs war, in die Luft desZimmers nahe bei die Pumpe. Beide Körper waren von der Art, genau dieAbänderungen der Wärme , die sich in ihnen ereigneten , zeigen zu können-Er bemerkte nun folgende Abkühlungszeiten. Das Thermometer fiel von 60° R.

I) Die Kenntnifs der Art und Weise, wie die Wärme durch die Luft fortgepflantzt wird, führt uns zu derzweckmäßigsten Einrichtung verschiedener technischer Instrumente. So heißt sie uns unsere Oefen mitdoppelten Wänden die einen lufterfüllten Raum einschliefsen (der Luftraum mufs ringsum eingeschlossensein, und nur oben irgendwo eine kleine Oeffhung haben, damit die durch die Erwärmung ausgedehnteLuft durch diese uusweiciun kann) zu versehen; die Leitungskanäle , für Wärme und Feuerheerde vonallen Seiten mit eingeschlossener l.ufttzu umgeben?; die Deckel der Gefäfse worin wir kochen so wieunsere Feusrer doppelt zu machen und dergleichen. Um die Anwendung des Satzes , dafs eingeschlosscneLuft ein sehr schlechter Wärmeleiter ist, zu der Erreichung technischer Zwecke , hat sich der HerrGraf v. Rumfortl bei der Einrichtung mehrerer Feutruugsmistaltcn in München sehr verdient gemacht.

v. S,