Atmosphärische Luft und Feuer.
143
Herbert führt ( Dissertat. de igne , p. 174) führt an, in freier Luft werdeeine Flamme immer eine konische Figur haben- sie werde aber, wenn man einLicht unter die Glocke einer Luftpumpe stelle, und die Luft auspumpe, rundwerden. Kurz vorher, ehe das Licht durch Auspumpen der Luft erlöschenwerde, werde es eine völlig sphärische Figur haben. Marat (phys. Unters, überdas Feuer, a. d.Franz.v. Weigel, Leipzig 1782, p. 234) erzählt folgande Ver-suche: Unter einer gläsernen Glocke sieht man die Flamme nach einigen schwa-chen Zügen mit dem Stempel eine regelmäfsige kegelförmige Gestalt annehmen,die sie einen Augenblick behält; dann wird sie kürzer, rund, und endigt sichmit einer Spitze. Stellt man ein Licht unter die&e Glocke, welches abgeschneuztzu werden bedarf, so wird die Flamme oft vom Tochte abgelöfst, und steigtin die Höhe , und zwar immer um desto geschwinder , je schneller man dieAusleerung bewirkt hat. Wenn ein Licht unter einer auf ihrer Unterlage festsitzenden Glocke erloschen ist, so sieht man einen senkrechten Strom vonRauch aufsteigen, welcher sich, nachdem er unter die Wölbung gestofsen hat,ausbreitet, und in verschiedenen wellenförmigen Fäden niedersinkt. Von diesenFäden bewegen sich die, welche sich oberhalb der Gegend verbreiten, welchedie Flamme einnahm , in Wirbel; die übrigen sinken längs den Wänden hinunter,und wenn sie unten angekommen sind, so sammeln sie sich daselbst an, undsteigen nicht wieder in die Höhe , wenn man die Luft auch langsam wiederhinein läfst. Der Versuch gelingt nach M. besser, wenn das Licht geschneuztzu werden bedarf , weil alsdann mehr russiger Stoff vorhanden ist. In demverfinsterten Zimmer beobachtete er, dafs in dem Maafse , wie das Feuer desTochtes verlöscht, der Rauch langsamer, und nicht so hoch hinauf steigt.Ferner bemerkt er, man sehe die feurigen Ausflüsse eines glühenden Körpersimmer desto langsamer in die Höhe steigen, je mehr seine Hitze abnehme, unddie, welche aus der Flamme hervorschiefsen, minder schnell steigen, wennman die brennenden Körper unter ihr wegnehme.
derselben anfangs mehr Raum geben müsse, so werde dieses um so nothwendiger, wo man sie wirklichverbreiten wolle, wie es z. in den Kaminen geschehe, wo die Hitze des Eeuers sich durch, das Zimmerverbreiten solle. Gouyer schlage daher in seiner Mechanique du Fe* mit gutem Grunde vor, dafs mandem Heerde der Kamine nicht die rechtwinklichte Figur a ß C d, Fig. 13, Tafel XVIII , sondern diegeg'-n das Zimmer erweiterte A B C D geben solle. Wenn er übrigens sage, es würde gut se^n , d*.nSeiten A B D C eine parabolische Wendung zu geben, so sei dieses ein sehr erheblicher Umstand. DieWände werden eben nicht spiegelglatt gemacht, und der Brennpunkt der Parabel sei eiM einzelner Punkt,da hingegen das Feuer gewöhnlich auf der ganzen Uinge B C brenne. Ttlan behalte übrigens die Wahl,die Ecken in B , C etwas abzuründen*
MKVßÄ3 SYST. HAKST. I, TH* II, B, U. ABTH.
T