Atmosphärische Luft und Feuer,
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des Wassers ungleich. Cigna sagt auch (a. a. 0. p. 416.) eine Flamme inverschlossener Luft sei gewifs von gleicher Dauer, sie möge oben oder unten imllecipienten sich befinden ■, und es werde nicht allein die Luft angesteckt diedieselbe umgiebt, oder über derselben schwebt, sondern es werde die gesammteLuft überall gleichmäfsig verderbt, so dafs eine hineingebrachte neue Flammesogleich vorn an ersticke.
Wolff erzählt (Allerhand nützliche Versuche etc. Halle 1738, Th. II. p.372. f.), als er ein Stück Licht unter die Glocke der Luftpumpe gesetzt, und dieLuft ausgepumpt habe, so sei die Flamme geschwinder, als wenn die Luft da-rin geblieben ausgelöscht, auch der Docht sei nicht glühend geblieben, sonderngleichfalls bald mit verloschen ; die Flamme sei rund geworden , ehe sie ganzausgelöscht sei, da sie doch sonst zugespitzt in die Höhe steige; auch derRauch sei nicht in die Höhe gestiegen, sondern niedergefallen, obgleich nochnicht alle Luft herausgepumpt gewesen sei.
SÜberschlag sagt (G. E. Silberschlags ausgesuchte Closter-BergischeVersuche in den Wissenschaften der Naturlehre und Mathematik Berlin , 1768)Wenn man ein brennend Licht unter den Recipienten stelle, und die Luft aus-pumpe, so höre die Flamme des Lichts auf sich zu erheben, sie bleibe niedrig,werde immer kleiner, und endlich verliere sie sich gar. Darauf steige einDampf in die Höhe, senkrecht, wie der Strahl eines Springbrunnens, stofsean die obere Decke des Recipienten an, und falle von allen Seiten sichtbar aufden Teller der Luftpumpe herab. Stelle man ein brennendes Licht unter denRecipienten ohne die Luft auszupumpen, so werde das Licht, obgleich etwasspäter auf die vorher gemeldete Art verlöschen, auch werde die Luft hiebeizum Athemholen der Thiere, und zur Unterhaltung einer neuen Flamme un-tüchtig.
Karsten (Anleitung zur gemeinnützigen Kenntnifs der Natur, Halle, 1783)giebt folgende Erzählung von diesem Phänomen: Ein brennendes auf dem Tei-ler der Pumpe mit einer eLwas hohen Glocke bedecktes Licht verlöscht sehrbald, wenn man die Luft unter der Glocke verdünnt. Vor dem Verlöschenwird die Flamme fast durchgängig blau, da sie sonst nur unten am Docht dieblaue Farbe zeigt. Der von dem noch glimmenden Docht aufsteigende Rauchschwebt zwar anfangs im obern Theile der Glocke, fällt aber, wenn man fort-fährt die Luft unter der Glocke wegzupumpen, zuletzt gegen den Tellerherab.
Priestley führt (Vers, und Beobacht, über verschiedene Gatt, der LuftTh. I. p. 41.) Folgendes hierüber an : Es ist eine gemeine Erfahrung, dafs eineFlamme nicht lange brennen kann, wenn die Luft nicht stets erneuert wird,und dafs also die atmosphärische Luft dazu nötliig ist, ausgenommen bei denMeiers syst, darst. x. th. ix. s. ix. arth. X