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Dritter Band
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A t m o s t h ä * i s c » b Luft und F e u e en

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an Statt der Blase vielleicht ohne Schwierigkeit einen Blasebalg, der immervon einem grofsen Gefäfse dephlogistisirte Lull erhielte, würde gebrauchenkönnen, vermuLhetc, dafs wohl Chemiker in verschiedener Hinsicht mitdieser Luft oder vielmehr der durch dieselbe hervorgebrachten Hitze viel-mehr in ihrer Wissenschaft würden ausrichten können •, und meldete, dafsHerr Michell , dem er diese Entdeckung erzählt habe, Gebrauch davongemacht, und bemerkt habe, dafs man wahrscheinlich Platina vermögedieser Hitze würde schmelzen können. (Vers, und Beobacht, über verschied.Theile der Naturlehre, Th. I, Absch. XX,-XXIII, p. 159 ff. Die LTrschriftkam im Jahre 1779 heraus.) Achard ( Nouv. Mein. de l’Academ. des sc.et /). lett. ä Berlin , mm. 1779; Rozier’s Observ. sur la Phys. T. XX,Nov. 1782, p. 371 ff } Sammlung phys. und chem. Abhandlungen, von Fr.C. Achard, B. I, Berlin 1784, 8. p. 132 ff.) bediente sich aus dem Sal-peter gezogenen Sauerstoffgas, füllte Blasen damit an, brachte dieselbendurch gläserne Röhren in Verbindung mit einander , band an eine derselbenein Blaserohr, das gegen die Flamme einer kleinen Lampe gerichtet war.Hiedurch bewirkte er, dafs durch die nun weit mehr ausgedehnte, beson-ders an der Spitze blendend weifse Flamme ein Eisendrath | Zoll im Durch-messer in 2 Sekunden so vollkommen geschmolzen ward, dafs das Eisentropfenweifs abflofs, einige Platinakörner ebenfalls in einigen Sekunden zueiner runden Kugel flössen , und dergleichen ähnliche ausserordentlicheWirkungen. Nach A c har d’s Weise soll Sp i elmarin Kupfer , welcheser sonst nur in einer Stunde schmelzen konnte , in eineriViertclstunde in Flufsgebracht haben. (Ehrin ann’s Versuch einer Schmelzkunst etc. S. 33, Anm.IV, p. 43.) Herr Achard meinte deshalb auch, wenn man an eine Glas-blaserlampe einen kleinen doppelten Blasebalg anbrächte, zu welchem dieLuft durch geschmolzenen Salpeter geleitet würde, man sicher mit einerLampe, deren Docht eine gewisse Stärke hätte, eine eben so starke Hitze,als durch Brennspiegel von einigen Fuls im Durchmesser würde bewirkenkönnen.

Gmelin erwähnte in der ersten Ausgabe s. Handbuchs (Job. Fried.Gmelin’s Eiuleit. in die Chemie, Nürwb. 17S0, 8. §. 86) dafs man bei ganzkleinen Versuchen auch an einer Kerze oder Lampe mit dem Löthrohre einesehr starke Hitze erregen könnte , und in der zweiten Ausgabe desselbenist auch der Anwendung der Lebensluft bei demselben gedacht (Grundrifsder allgemeinen Chemie, Th. I, Göttingen 1789, §. 100), und in beiden Mes-sing zum Blaserohr empfohlen. (Eiuleit. §. 344} Grundr. §. 411.) Jacob-son erwähnte (J. Karl Gottfr. Jakobson’s technologisches Wörterb.