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Dritter Band
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Atmosphärische Luft und Feuee.

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In demselben Jahre lieferte Hr. Hassenfratz (Rozier etc. Obss. s.i Phys. T. XXVIII Mai 1/56 p. 345 ff. ) eine Nachrichtvon den schon be-schriebenen Blaseröhrcn. Hass enf; atz sah auch zu Wien den Blasebalgdes Hm. Po da-, dieser war auf einem Tische ohngefähr wie der von Köstlinbeschriebene von Bornsche angebracht, und ward mit einer Hand bewegt,indem die andere zur Handhabung bei der Vorrichtung angewandt ward. II as-scnfratz liefs sich danach einen zwei Fufs langen, doppelten Blasebalgunter einem Tische machen, der zugleich bei einer Esse gebraucht werdenkonnte, übrigens wegen seiner Gröfse dem Blaserohre einen so starkemLufLstrom lieferte, dafs die Schmelzungen mit demselben beinahe eben soleicht als mit dephiogistisirter Luft gelangen. Ferner sah Herr Hassen-fratz eine Vorrichtung bei dem Herrn von Hy delberg zu Klagenfurth inKävnthen; die eine Hälfte des Blasebalges war unter dem Tische angebracht,die andere über demselben bewegte sich wagrecht auf und nieder, und hatteeine Klappe mit einer Feder , um bei zu starkem Drucke einen Theil der zusehr geprefsten Luft auszulassen. Dabei wird eine ähnliche Einrichtung, nurdafs der untere Balg durch eine Handhabe bewegt wird, von einem französi-schen Mechaniker Teillar'd beschrieben, der auch dabei das übrige Ge-räthe liefert. Herrn Hassenfratz Einrichtung zur Anwendung derLebensluft ist eine blecherne Kiste mit einem doppelten Boden ; aus der unternHälfte geht ein Rohr zum Blaserohre hin und in die obere wird Wassergegossen, das in die untere (liefst, und die Luft aus derselben austreibt-«nd diese Einrichtung ward darauf dahin verändert, dafs die Kiste ver-schlossen , und das Wasser durch einen über denselben angebrachten Trich-ter hineingelassen ward, nachdem die untere Hälfte mit der anzuwendendenLuft gefüllt worden war. Die übrigen Einrichtungen sind hier schon beiErwähnung ihrer Erfinder beschrieben. In demselben Jahre ward dasSchmelzen vor dem Löthrohre auch von Essich beiläufig in seinem Hand-buche (I. G. Essich chemisches Handbuch für junge angehende Aerzte,Apotheker und andere Liebhaber der Chemie, Augsb. 17S6, 8. p. 33) er-wähnt. Noch machte in demselben Jahre Hr. Heger (in Crells Bevtra-gen B. II. S. I, 1786 p. 29 ff.) einige Versuche bekannt, welche ohne eineLampe auf einer Kohle angesteilt waren, wobei auch wohl, zur Verstär-kung der Hitze, die Probe mit einer Kohle bedeckt ward. Das Blaserohrwar, nebst einem Trichter, auf eine Schraube ^gelöthct, welche zur Ver-schliefsung eines vier Quart. Wasser fassenden, walzenförmigen Glasesdiente , welches mit Luft gefüllt ward , die aus Salpeter, in eigenen dazugeblasenen kleinen gläsernen mit Leimen beschlagenen Retorten gezogen war.