ACMOSPHVES.ISCHB LUFT UND FbURR.
201»
Dochte sich vermischen können, wie man in der Figur sieht. Der Erfolgdavon ist, dafs eine Röhre von weitem Durchmesser durch die vereinteWirkung zweier Flammen leichter geschmolzen werden kann , als es durcheine geschehen w’ürde, und dafs, da sie gleichförmiger erhitzt wird, mansie leichter, und ohne Gefahr sie zu entstellen biegen kann.
Herr Ilare bemerkt auch, dafs die Maschine, so wie wir sie in derFigur vorgestellt haben , zu verwickelt und zu theuer ist, wenn man sieblos als gewöhnliches LÖtlirohr, oder an Statt des Emaillirtisches gebrauchenwill. Die"Künstler werden sie, wenn sie die Grundsätze befolgen, dienenVerfasser bei ihrer Zusammensetzung leiteten , nach ihren Bedürfnissenvereinfachen.können. Die Maschine, so wie sie auf der Tafel abgebildetist, kostete zu Philadelphia20 Dollars (ohngefähr 105 Franken oder 26 Rthlr.).;eine zur Ersetzung des gemeinen Löthrohrs oder der Emaillirlampe be-stimmte , würde kaum mehr als den fünften Theil dieser Summen kosten.Man kann den Apparat mit allen Gasarten füllen, indem man sie ausGlocken zieht, die in einem pneumatisch chemischen Apparat befindlichsind, und in .jede Abtheilung ein verschiedenes Gas bringen, indem manden Hahn der Conimunikatioiisröhre schliefst. Um diese Operation einzu-sehen , denke man sich die hydropneumatische mit Wasser gefüllte WanneFig. 5 a mit ihrer Brücke , auf der die Glocke b steht , die das Gas enthält.Man verbindet die Röhre I, Fig. 1, luftdicht mit der Saugröhre in I, bringtdie heberförmige Röhre L unter die Glocke , und hebt den Blasebalg in dieHöhe, der sich nun mit der in der Glocke befindlichen Luft anfüllt, welchein die der Seitenöffnung des Huts correspondirende Abtheilung tritt, undauf diese Weise bald aus der Glocke heraus gezogen wird. Man kann auchunmittelbar aus der Retorte oder dem Kolben , in welchem sich die Luftentwickelt, diese in den Apparat treten lassen. Es sei D Fig. 6 die RöhreD der ersten Figur abgesondert von der Maschine, B sei ein Kolben mitder Substanz, aus der die Luft entwickelt werden soll, und C eine in denHals des Kolbens lutirte Röhre; man sieht, dafs das entbundene Gas bisan das Ende der Röhre D kommen, und wenn man diese Röhre als anihrem l Platze D, Fig. 1, befindlich annimmt, in diejenige Abtheilung deruntern Kammer treten werde, w r elcher das Ende der Röhre sich zugekehrtbefindet •, dafs es diese Abtheilung allein anfüllcn werde, wenn der Hahnder Communicationsröhre Y verschlossen ist, beide hingegen, wenn inanihn offen läfst.
Während man eine der Abtheilungen mit einem Gas anfüllt, kannman die andere mit einem verschiedenen füllen, ohne irgend einige Furcht,
MSYSE.3 SYST. UAAST. I. TH. II. B. II. ABTH. D d