Band 
Dritter Band
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Atmosphärische Lift und E’l iirmcii*T,

■23.9

ments) hervorbringe, die immer Statt finden, wenn sie, wie gewöhnlich lufter-füllt ist. Um bequemer und genauer die Versuche im (luftleeren Raume vorneh-men zu können, habe er sich eines kleinen Barometers bedient, das ihm Mai-ran gegeben habe, und das alle Versuche im luftleeren Raume bei Weitem leichtermache, als sie mit einem Recipienleu. woran ein gewöhnliches Barometer an-gebracht sei, oder selbst mit der Vorrichtung , wo die Röhre an die Luftpumpebefestigt werde, wie dieses in England üblich sei, und wobei das Quecksilbernach Verhältnifs der Verminderung der Eiasticilät der Luft unter dem Reci-pienten steige, gemacht werden könnten. Das Mairansche Barometer warseinem Berichte zu Folge der Form nach den gewöhnlichen Barometern ähnlichdoch hatte es im Ganzen nur 3 Zoll oder doch ohngefähr so viel Länge- dieRöhre wurde so w r ie der untere Theil der Kugel völlig mit Quecksilber ange-füllt 1), und auf einem kleinen Gestelle um es in einer vertikalen Lage zu er-lialLen, befestigt. Will man durch dieses Instrument die Gröfse um welche die Luftim Recipienleu verdünnt ist, kennen lernen, so soll man es unter den Recipien-ten auf den Teller der Luftpumpe bringen. Die ersten Stempclzüge wirken aufdieses Barometer gar nicht; ist aber die Luft bis zu dem Grade verdünnt, dalsdas gewöhnliche Barometer um 24 Zoll, oder ohngefähr so viel gefallen seinwürde , so fängt es zu wirken an, und ist es um 2 Zoll gefallen, so wür-de das gemeine Barometer um 26 Zoll gesunken sein, u. s. w. An diesen Ba-rometer bringt man ein kleines kupfernes in Zolle und Linien abgetheiltcs Li-neal an, und hat, will man den Arbeiten die größte Genauigkeit geben, aufden jedesmaligen Stand des gemeinen Barometers während des Versuchs Acht.Für die Versuche aber , welche uns hier interessiren, halt er eine so grofseGenauigkeit nicht nöthig; für diese meint er 2) sei es hinreichend, die Quanti-tät Luft zu bestimmen, die in dem Recipieriten bleibe, und dieses sei sehrleicht durch Hülfe des Kupferlineal, das in Linien den Unterschied der Oueck-silberhöhe zwischen der Röhrenleere und der Leere in der Kugel anzeige. Umsich hernach zu überzeugen, ob die verschiedenen in der Leere geriebenenKörper Elektricität erhalten , oder nicht, nahm er einen oben offenen Recipien-ten, in dessen Oeffnung ein hohler hölzerner Cylinder von ohngefähr 4 ZollHöhe aufs Genaueste eingekittet war; im Boden und Deckel des Cylinders war

1 ) Man mufs hier die ersten Einrichtungen der Barometer vor Augen haben; Vergl,

die Note 1 p. 222. B. II,

2 ) I'on solchem superklugen Meinen rührte zum Theil der lange Streit, oh der luft-leere Kaum ein Elektricitätsleiter sei oder nicht , der noch lange fori gesetzt wurde,als man schon die Wirkung des Auskochens und den erforderlichen Mechanismusdabei kannte , her. Vergl , B. I. p. 55, ff.