Atmosphärisch* Luit und Elektricität. 241
gegen die Körper, welche die Harzelektricität annehmen, beim Reiben in demleeren Raume eben so als in der gemeinen Luft elektrisch werden.
Noll et sagt von den du F ay sehen Versuchen ( Mein . de Mathdm. etde Physique de t Acad. Paris, an. 1747, p. 180,) 1) er wisse, weil er Zeuge undselbst Gehülfe bei diesen Arbeiten gewesen sei, dafs du Fay’s Apparat sehrunvollkommen und unbequem zum Reiben der Körper in dem leeren Rau-me gewesen sei; es möge deshalb das Glas und der Bergkrystall, die um elek-trisch zu werden ein stärkeres Reiben als die harzigen Körper erfordern, nichthinreichend gerieben sein; 2) er sehe nichtein, warum man zu diesen Versu-chen hohle Körper den derben vorgezogen habe; denn da es beschwerlich ge-wesen sei, das Glas hinreichend zu reiben, so hätte man doch für die Körperdie Form oder den Umfang, bei denen sie durch geringeres Reiben elektrischwerden, wählen sollen ; 3) wenn die Luft in einem Recipienten verdünnt wer-de, so lasse sie die wässerigen Theile die sie enthält, fallen 1), und man be-merke in dem Gefäfse einen um so dichtem Dampf, je länger dasselbe auf dieden Teller bedeckenden nassen Leder 2) gesetzt sei, ehe man die Pumpe wir-ken lasse. Nun sei aber dieser Dampf ein Hindernifs beim Elektrischwerden;und er finde nicht, dafs man die gehörige Vorsicht angewandt habe, dessenQuantität zu vermindern oder 7,u verhindern, dafs er auf das Glas falle, wel-ches man zu elektrisiren Willens gewesen sei. Diesen drei Fehlern abzuhelfen,oder vielmehr zu sehen , ob sie reel und fähig sein, diejenigen in Irrthum ge-führt zu haben , die Glas im leeren Raume zu elektrisiren versucht haben, wie-derholte er den Versuch auf folgende Art (a. a. 0. p. 181. Vergl. Priestley’ sGeschichte der Elektr. v. Krünitz p. 83.) Er nahm einen Recipienten , des-sen oberer Theil i.n eine Art von Hals, G Fig. 4. Taf. XX. auslief, der nach aufsenmit einer Kupferkappe versehen war, welche einen durchbohrten, und mit ei-ner Schraubenmutter versehenen Boden hatte, um eine Lederbüchse H aufneh-men zu können. Diese Büchse war mit runden Scheiben von Ochsenleder, diein geschmolzenes Fett getaucht, und durch den Deckel, der aufgeschrobenward, auf einander geprefst wurden, angefüllt. Durch diesen Deckel, die Le-der, und den Boden der Büchse ging eine Stahlruthe, die an dem Theilewelcher durch die Büchse ging, abgerundet, an den beiden Enden aber vier-eekigt war. Das obere Viereck, welches aus der Lederbüchse herauSstand,ging in das Ende eines kleinen vertikal stehenden Stammes I K, welchen die
1) Man sehe unter den Liegenschaften der Luft ^4 u s dehnuny (J?. II. p. 280.) und
Luft und IL'asser.
2 ) Du F ay bediente sich aber an Statt der nassen Leder eistet harzigen Kitts. Man sehe auf stine Versuche zsirst k-
v. S.
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