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Dritter Band
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Atmosphärische Luft und Euctsicitüt,

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er zum Vorschein kam, erfüllte sieh alles mit einem so glänzenden Lichte, daßman alle in der Nähe befindliche Gegenstände sehr deutlich erkennen konnte.DieMetallblättc-hen , welche er in den Recipienten gebracht hatte, ehe er pumpte,sah er jetzt fast alle dem Glase anhängen , so, dafs es den Anschein hatte,als seien sie durch irgend eine Feuchtigkeit angeklebt.; sie gingen aber sogleichdavon los oder erhoben sich zum Theil, als er ihnen die Fingerspitze, oder einMetallstück auswärts näherte. Diese kleinen Blättchen wurden sehr selten durchdas Ende der Eisenstange angezogen, so viel Mühe er sich auch gab dieseWirkung zu erleichtern. Als er die Stange von den sie haltenden Seidcnschnii-ren losgemacht hatte, dauerten die Wirkungen derselben, ob er sie gleich inder blofsen Hand hielt, wiewohl mit verminderter Stärke, fort; sie wurden stär-ker, wenn er die Hand dem Gefäfse näherte, und wenn er sie nicht er-regte, sah er länger als eine halbe Stunde hindurch aus dem Ende der Eisen-statige eine kleine ziemlich glänzende Flamme fahren, so dafs es schien, als seieine kleine angezündete Kerze in einer Glaslaterne getragen. Endlich liefs erdie Luft wieder in das Gefäls hinein , und in demselben Augenblick war dasganze Schauspiel ohne Wiederkehr verschwunden. Als er nachher diesen Ver-such wiederholte (s. a 0. p. 197), brachte er die linke Hand an das Ge-fäfs, und zog mit der Rechten einen Funken aus der Eisenstange; er erhieltfeinen* ihn durch und durch und vom Kopf bis zu den Füfsen so erschütterndenSchlag, dafs er sich nicht entsinnen konnte, denselben je stärker bei Wieder-holung des Leidenschen Versuchs erhalten zu haben; die übrige Zeit des Abendsbefand er sich schlimm ; doch wurde diese Unpäßlichkeit durch den Schlaf derfolgenden Nacht gehoben. Er ließ den letztem Versuch durch verschiedenePersonen wiederholen und alle waren, ob er gleich sorgfältig den Schlag zuvermindern suchte, indem er sieden Funken ehe abnehmen ließ, als das Gefäßnoch eine starke Elektricität angenommen hatte, der Meinung, sobald sie denersten Versuch gemacht hatten , dafs es gar keinen Unterschied unter demSchlage den man auf diese Weise, und dem, den man durch das LcidenscheExperiment erhält, gebe. — ( Christ. Gottl. Kralzenstein behauptet dir.Gottl. Kratzenstein Theoria cleklricitatis more geometrico eccplicata , Halae 1746bei Gralath. a. a. 0. Th. III. p. 305) dafs die Elektricität im luftleeren Raumezu verspüren sei. — Le Gat (Magas. franc. par Mme L. P. Beaumont aLondres p. le mois de Juin 175 t p. 201 ff Juill. p. 1 — S tVAoust. p. 4i ff;Gralaths Geschichte a. a. 0. Th. III. p. 311) suchte durch verschiedene Ver-suche zu beweisen , dafs wenn auch die Luft nicht als die wirkende Ursacheder elektrischen Erscheinungen angeschn werden könne , sie doch etwas dazubeitrage ; und dafs gegen diese Meinung das Verhalten der Elektricität im Lufr-pumpenraum gar kein Einwurf sein könne, indem man die Recipienten durch