Atmosphärische Luft und Elektricitat.
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um 2 Grade , und er konnte nicht bemerken, dafs das Thermometer sich schnel-ler erhoben hätte, wenn er den Funken mitten durch die gemeine Luft gehenliels. (Lichtenbergs Magaz. für das Neueste aus der Physik, zweite Auflage,B. I. St. 3. p. 24.) Auch führt derselbe an , (a. a. 0. B. IV, St. 1. p. 152.) sehrverdünnte Luft werde wieder leitend, da bekanntlich die von gewöhnlicherDichtigkeit nicht dazu geschickt sei. Ferner bemerkt er ( Philos . Transact.Vol. LXXV, P. I; Leipziger Samml. zur Physik und Naturgeschichte B. IV,St. 2. p. 211.) um sich zu überzeugen, dafs die Schwäche des elektrischenLichtes im luftleeren Raume dem vermehrten Umfange des Mediums wodurches gehe, zuzuschreiben sei, dürfe man nur zwei zugespitzte Dräthe in denluftleeren Raume bringen, so, dafs die elektrische Materie von dem einen inden andern übergehen könne, vorausgesetzt, dafs der Abstand beider von ein-ander nicht über 1/10 Zoll betrage. Hier werde man den Glanz des elektri-schen Lichts eben so stark als in freier Luft finden. In den 36 Zoll langenluftleeren Raum einer Torricellischen Röhre brachte er so viel Luft als nöthiggewesen wäre, zwei Zoll von-der Röhre zu füllen, wenn dieselbe über Wassergestanden hätte. Die Quantität Luft sagt er, war hinreichend, die elektrischeMaterie indem sie durch die Röhre ging, in einen 38 Zoll langen Funken zuverdichten ( to condense the fluid , as it pagsed throun the tuöe islo a spark 38inches in Icngt/i). Liifst man den Funken durch den luftleeren Raum der Tori-cellischen Röhre, deren Quecksilber man nicht gekocht hat, durchschlagen, sozeigt sich der Strahlenbüschel nach Morgan indig blau — Cuthberson machte(Leipziger Sammlung zur Physik, B. IV. St. 1. p. 212.) folgenden Versuch: andas eine Ende einer ohngefähr zwei Zoll weiten, und 1/22 Fufs langen Glas-röhre war ein messingener Deckel und eine Lederbüchse angebracht, durchwelche ein Drath ging, der ohngefähr 2 Zoll in der Röhre hervorragte - , dieRöhre war durch diesen Draht mit dem ersten Leiter einer sehr wirksamenElektrisirmaschine verbunden; ihr anderes Ende war abgeschliflen, und wurdenachdem vorher die Ränder mit Schweinsfett bestrichen waren, auf den Tel-ler der Cuthbersonschen Pumpe 1) gestellt. Die Röhre ward sodann ausgepumptund unterdessen verschiedene Male elektrisirt: zuerst erschienen schnell ver 7schwindende Flammen, dann Lichtstreifen, bis die angebrachten Barome.terpro-ben eine ohngefähr dreihundertfache Verdünnung anzeigten; alsdann wurde dasLicht unveränderlich und gleichförmig, von einer bleichen Farbe, doch nichtohne etwas ins Röthliche und Purpurfarbene zu fallen; als die Luft 600 Malverdünnt war, erhielt das Licht eine bleiche dunkle wejfse Farbe, und wie die.Verdünnung bis auf 1200 Mal gestiegen war , verschwand das Licht in dem
1) S. B, II, p. £60. f. die Beschreibung derselben.MEYVRS SYST. DAFvST. I. TH, II. BAND II, ABTH.
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