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Dritter Band
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Atmosphärische Lhft und Elektricität. 259

war; jetzt fing das Licht an in den inittlern Theile der Röhre zu verschwinden«,und wie die Verdünnung bis, auf 250 Mal gestiegen war, der höchste Grad derdamals erreicht werden konnte, verschwand das Licht ganz durch die ganzeLange der Röhre , doch oben an dem Ende des Drathes, und unten über demTeller der Luftpumpe zeigte sich ein kleines weifses Licht ohngefähr 3/8 Zollim Durchmesser; die Funken von dem Leiter waren kaum zu bemerken. Wennin diesem und dem vorigen Versuche die Funken von dem ersten Leiter durchdie Röhre getrieben wurden, zeigte sicli das Licht durch die ganze Länge desGlases, doch war es in diesem Versuche w'eit matter als in] dem vorhergehen-den. — Voigt, (neue Theorie d6s Feuers p. p. 339.) sagt, das elektrischeLicht in verdünnter Luft sei ganz sanft und leckend , da das in dichter so hef-tig peitschend sei. Indessen scheine auch hier das männliche (positive) im Hen-lyschen luftleeren Conductor, oder bei Voigts elektrischem Dianenbaume im-mer noch dendritisch , da das weibliche (negative) wie ein ganz fein gekräusel-tes und stark gepudertes Haar, oder wie eine lichte Nebelwolke sich zeige. —Halle bemerkt (Fortgesetzte Magie, B. I. p. 523.) das elektrische Licht zeigesich in einem verdünnten Lufträume vorzüglich schön und blendend; je dün-ner die Luft sei, desto mehr phosphorisches Licht funkele die Elektricität aus,(a. a. 0. B. 111. p. 32 ; so erblicke man weifsc glänzende bewegliche Lichtstrah-len in der luftleeren Glocke der Luftpumpe, welche vergehen und wieder er-,scheinen. Gardini sagt (Leber die Natur des elektrischen Feuers, aus demLateinisch, von Geifsler , p. 217.) das elektrische Feuer werde vermittelst derLuftverdünnung leicht zerstreut r und alsdann zurück gehalten so bald die Luftnach Verhältnifs ihrer Menge wieder dichter werde. — Van S winden be-hauptet ( Recueil de Mcmoires conronnes par 1’ Academic de Baviere, T. /, äla Hage 1785. p. 327.) man könne aus den bis dahin gemachten Versuchen schlies-sen: 1) dafs die Phänomene der elektrischen Anziehung Statt finden, man mögeden anziehenden Körper oder die anzuziehenden Körperchen in den luftlee-ren Raum bringen , aber dafs es nicht gewifs sein, ob diese letzte Anziehungvon dem elektrisirten Körper komme, dafs hingegen viel Wahrscheinlichkeitfür die Meinung da sei, dafs sie von der dem Recipienten mitgetheilten Elek-tricität herrühre; 2) dafs die idioelektrischen Körper durch Reiben wenigerElektricität im luftleeren Raume als in der Luft erhalten, ja dafs einige viel-leicht im erstem Medium nur eine sehr schwache oder gar keine erhalten,- 3)dafs die Körper welche im luftleeren Raume durch Communication Elektricitäterhalten, zuweilen kein Phänomen der Anziehung darbieten; welches aber vonder Art, wie man den Versuche anstelle , abhänge. ,— Kries erzählt (in sein.Zusätzen zu sein. Ucl;ersetzuug v. Eulers. Briefen-, B. II. p. 247.), die verdünnteLuft, sei ein guter Elektricilälsleiter. Wenn man aus einer gläsernen drei bis

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