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Dritter Band
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At«osph*iisch« Luvt und Eukts tcrr.»r.

bei folgender Vorrichtung: Eine 5 oder 6 Zoll lange . eine halbe Linie oder ohu-gcfuhr so viel im Lichten haltende, an einem Ende offene, am andern Ende verschlos-sene Röhre wird von einer kleinen Kupfereinfassung gehalten, die in Zolle undLinien eingctbeilt ist, und worin sie mit einiger Gewalt verschoben werden kann;so dafs man das eine ihrer Enden auf eine beliebige Abtheilung bringen kann,und sie daselbst bleibt. Die Kupferumgebung ist der ganzen Länge nach ge-spalten"'so, dafs man die Röhre von einem Ende zum andern durch diese Spaltesehen kann. Ist alles so eingerichtet, so läfst man in die Röhre einen Oueck-silbertropfen steigen, und bringt ihn mit einem eisernen Drathe einer der Ein-theilungen der Umgebungen gegenüber; da man die Röhre in der Umgebung, undden Quecksilbertropfen in der Röhre bewegen kann, so richtet man alles soein, dafs die zwischen dem verschlossenen Ende der Röhre und der InnernOberfläche des Quecksilbertropfens befindliche Luft einer bestimmten Anzahl vonLinien auf der Einfassung entspreche. Nach diesen Vorbereitungen bringt maudie kleine Röhre in die größere einer Druckpumpe. Wird die Luft in der

Luft frei werden könne, als aus der nicht verdünnten. Aber folgt denn daraus, dafs Je-mand behauptet, die Wärme werde durch Fixirung des Sauerstoffgas offenbar, zugleichdafs dieser annimmt, die Totalmasse der elektrisirten Luft werde zersetzt, und folgt die-ses nicht, so ist es eben nicht absurd anzunehmen, in gleicher Zeit könne durch E lek.trisiren der verdünnten Luft mehr Warme als durch das der dichtem ausgeschieden wer-den. Denn finden wir nicht fast immer, dafs mischende Verbindungen durch Zertheilungbefördert werden ; könnte also der hier zum Sauerstoff Affinität äußernde Körper diesennicht leichter aus der dünneren als dichteren Luft abscheiden. Dann ist ferner noch sehrdie Frage , ob bei Absorbtion des Sauerstoffgas aus gleichen Quantitäten (dem Gewichtenach) verdünnter und verdichteter Luft aus ersterer nicht mehriWärme ausgeschiedenwerde , als aus letzterer. Beim Verdünnen der Luft unter der Glocke fällt das Thermo-meter; es wird also Wärme absorbier; beim Verdichten derselben steigt es. Mehr Ge-wicht möchten die Gründe des Herrn van Mar um haben, die er aus den Beobach-tungen entlehnt, dafs in verdünnten Sauerstoffgas, und verdünnten Stickgas das Steigendes Thermometers nicht minder beträchtlich bei gleicher Behandlung, als in verdünnterLuft gewesen sei; da bekanntlich beide einzelnen Gasarten durch die ElektricitUt nicht zer-setzt würden , wenn man dieses letztere so unbedingt zugehen könnte. Herr van Marumbemerkte selbst bei seinen Versuchen mit Sauerstoffgas, dafs cs über Wasser um 1/20über Quecksilber um 1/5 vermindert wurde. (Siehe B. I. p. 107 u. 10S.) Freilich wardas Rückständige noch reines Gas , aber das was aus dem Elastischflüssigen in ein völligStarres libergegangen war, ist doch wohl zersetzt zu nennen. Der mit dem Quecksilberin Verbindung gegangene Sauerstoff mußte beim Festwerden eine VVänneportion entlassen,also konnte Steigen des Thermometers bewirkt werden. Unstreitig aber spricht für Hm.v. Marum der Versuch im Stickgas sehr. Wie aber wurde das Stickgas bereitet? Wiegeprüft? Wie sehr schwer fällt es, ein reines Stickgas zu bereiten! ■$>, i>\ Pfy,