Band 
Dritter Band
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AtMBSPHSUSCHB Lus?T und ELBCTUCITiT, 287

dieser Art hat auch de Lor der Pariser Akademie der Wissenschaften (S.Utrecht, franz. Zeitung, St. 54, 7. Heumonats 1752, Artik. Paris, übers, imHamb. Magaz. IX, p. 359) mitgetheilt. Auf dem Glockenthurme der Kirche zuPlauzat in Auvergne befand sich ein eisernes Kreuz ohne Malerei und ohne Fir-nifs. Die äussern Enden dieses Kreuzes, davon die Stange etwa 2 Fufs hervor-ragte, waren nicht rund, sondern fast wie die in dem ehemaligen französischenWappen befindlichen Lilien gestaltet, mit scharfen Spitzen. So oft ein grofserSturm, von dicken Wolken und häufigen Blitzen begleitet, eintraf, zeigte sichan jedem der äussern Enden dieses Kreuzes ein leuchtender Körper. Nacheiner Sage von undenklichen Jahren her, ereignete es sich sehr selten, dafs derDonner zu Plauzat oder dort umher einschlug, wenn diese Erscheinung sichzeigte , oder zeigen wollte. Sobald sie bemerkt war , fürchtete man nichts mehr.Die drei leuchtenden Körper waren von verschiedenen Farben , wie der Regen-bogen. Ihr Grund oder Unte.rtheil war rund, und am obern Ende spitzten siesich kegelförmig zu. Zuweilen dauern sie drittehalb Stunden , und widerstehendem Regen, so häufig er auch fällt. Dieses wurde durch das Zeugnifs allerEinwohner von Plauzat, und einem Brief des dasigen Pfarrers Binon , dersich 27 Jahre dort aufhielt, und als ein sehr genauer Beobachter geschildertwird, bestätigt. — Als J all aber t der jüngere und Saussur e auf einer Reiseindie Alpen, die sie gemeinschaftlich machten , auf einem hohen Gebirge von einemGewitter überfallen wurden, fuhren ihnen, wenn sie den Arm ausstreckten ,Feuerfunken aus den Fingern \ besonders häufig aber entbanden sich dieselbenaus einem metallenen an Jallaberts Hute befindlichen Knopfe $ zugleichfühlten sie die Empfindung, die künstlich elektrisirte Personen haben, aus denenman Funken zieht. Die Phänomene dauerten so lange, als das Gewitter, wel-ches nach einer Viertelstunde aufhörte. ( Histoire de l Acad. ä Baris , an. 1767,p. 33.) — Nicholson bemerkte ( Philosoph. Transact. XIF, p. 351 ; Geh-lerts phys. Worterb. B. IV, p. 743) einst Wetterlichter an den Ohren seinesReitpferdes, wobei viele andere Personen an ihren Pferden dasnemliche gewahrwurden, und Einem der Kopf des seinigen ganz im Feuer zu stehen schien. —Am 16. August 1773 hat man an dem mit einer Ableitung versehenen Jacobithurmein Hamburg, und im Jahre 1776 an den Pulvermühlen zu Waltham in Essex,ein Wetterlicht wahrgenommen. (Gehler’s phys. Worterb. B. IV, p. 744.)— Gehler sagt, (a. a. 0. B. IV, p. 743) aus allen von Reimarus an-geführten Erfahrungen ergebe sich , dafs die Wetterlichter gemeiniglich bej star-kem Winde erscheinen , von demselben aber nicht bewegt werden, und dafs man sieals Zeichen eines abnehmenden”oder sich zertheilenden Gewitters ansehn könne. *)

*) Hypothesen über das, was beim Gewitter und ähnlichenPhänomenen vorgeht. — Die Hypothesen über die Natur des Bli t z es,