Band 
Dritter Band
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A T M 0 S P H * 8 l S C H 8 Ll'FT UND GALVANISMUS.

pole der fünfzigsten Platte in Verbindung stand; ein ähnlicher aus dem Was-sergefäfse hervorstehender Draht stand unter der Glocke mit dem Zinkpoleder Säule in Verbindung. Die Gasentwickelung fing gleich lebhaft an ; amDiahte des Kuplerpols sonderte sich eine Menge Oxyd ab, welches eine Wolkebildete , sich aber bald zu Boden senkte ; doch hörte diese Absonderung schonnach einer Stunde auf, und es bildeten sich an diesem Drahte jetzt eine Mengerunder Luftblasen, die wie kleine Perlen fest anzuhängen schienen Die Gas-entwickelung am Drahte des Zinkpols aber dauerte lebhaft fort, während einTheil Wasser unter die Glocke eindrang. Das Wasser in der Glocke stiegimmer mehr, so, dafs dasselbe schon nach Verlauf von 24 Stunden über densechsten Theil des Raumes der Glocke eingenommen hatte ; die Gasentwicke-iung verminderte sich sehr, und wurde zuletzt kaum noch bemerkbar. Nachzwei Mal 24 Stunden hatte das eingedrungene Wasser bis den vierten Theil derGlasglocke eingenommen; die Gasentwickelung hatte gänzlich, und mit ihrauch alle galvanische Action aufgehört ; denn als der Experimentator mit zweisilbernen Stäben , die er in seine mit Salzwasser benetzte Hände nahm, dieKette schlofs, indem er mit der linken den oben aus dem ivorkpropl'en derGlocke hervorragenden eisernen Draht des Kupferpols , und mit dem rechtenden untern eisernen Draht des Zinkpols berührte, empfand er nicht das mindestemehr, da er doch beim Anfänge der Operation dadurch einen merklichen Stofserhielt. Die Flüssigkeit in dem Wasserzersetzungsapparate war ganz dunkelgefärbt worden, und als er sie nach Endigung der Operation auf verschiedeneSalze, z. B. auf eine Lösung des salpetersauren Quecksilbers, der salzsaurenBarylerde u. s. w., durch ein Ilinzutröpfeln prüfte, erregte sie Zersetzung undgefärbte Niederschläge. Als er die Glocke, nachdem er das untere Gefäfs ebenso hoch mit Wasser angefüllt hatte , als dasselbe in der Glocke stand, um dasHeraustreten desselben zu verhüten, oben öffnete, und ein brennendes Wachs-licht hinein brachte, erlosch es augenblicklich, und die zurückgebliebene Luftverhielt sich völ.ig wie Slickgas. Als er die Glocke von der Säule ganz weg-iialun, so ging in demselben Augenblicke die Gasentwickelung in dem kleinenApparate aufs Neue rasch von Statten , und als er die Kette mit seinen durch-nälsten Händen wieder wie vorhin schlofs, erhielt er sogleich wieder eine fühl-bare Erschütterung in denselben. Die Gasentwickelung dauerte nun wieder denganzen Tag über fort. Diese Versuche wurden einige Mal wiederholt, undgleiche Resultate erhalten. (Archiv für die Pharmacie und ärztliche Naturkunde,B. 1, Sl. 4, p. 419.) Bookman n der jüngere bemerkte bei der Wirkung dergalvanischen Säule in der atmosphärischen Luft einen salpetersauren Geruch,der scnicr Meinung zu Folge wohl von der Zersetzung der atmosphärischenLuft herrühren mögte. Indessen beobachtete er das Phänomen nicht immer,