Atmosphärisch* Luft und Wasser.
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Säugpumpe.
Bewegung gesetztes Rad mit einer starken eisernen Kurbel, welche mittelsteiner von ihr angebrachten Stange, oder auch im nöthigen Falle mittelstso genannter Feldgestänge die Wage an beiden Enden auf und niederschiebt.Diese sogenannten Stangenkünste sind von sehrgrofsem Nutzen, nichtnur im Bergbaue, sondern auch zu anderen Absichten, welche durchausviel Wasser erfordern, welches oft weit herbeigesehafft werden mufs. Ausdem vorhin Angegebenen ist es leicht zu beurtlieilen , wie grofs die an derMaschine angebrachte Kraft sein müsse, um mit dem zu hebenden Wasserdas Gleichgewicht zu halten. Freilich mufs die Kraft etwas gröfser ausfal-len, wenn das Kunstwerk in Bewegung gesetzt werden soll-, die Gröfsederselben richtet sich alsdann nach der Geschwindigkeit der Bewegung,dem Verhältnifse der Stiefel und der Saugröhren und der Länge der letz-tem. Je kleiner die Saugröhren sein können, je langsamer die Bewe-gung der Kolben und je weiter der Querschnitt der Stiefel im Vergleichmit dem Querschnitt der Saugröhren ist, desto kleiner ist der Ueberschufsder Kraft über diejenige, welche zum Gleichgewichte erfordert wird. Da-her richtet man gewöhnlich die Saugröhren so ein, dafs der Durchmesserdes Querschnitts derselben -/ 3 bis von dem Durchmesser des Querschnittsder Stiefel betrage. An verschiedenen Orten befindliche Kunstwerke dieserArtsind beschrieben in Leupold’s The cur. machiuar. general, (cap. XXIVi. 613 p. 179) \ von Calvoer in den Act. histerico - chronolog. - mechanic.circa metallurgiam in Hercinia superiori , (Tb. I, Cap. II, Abth. 2 §. 3);im Bericht vom Bergbau, (Freiberg 1769 , 4, Leipzig 1772, 4).
Die Einrichtungen solcher Pumpen, welche beim Aufsteigen des Kolbensnicht allein das Wasser saugen, sondern auch heben, und beim Herabge-hen desselben blofs das Wasser durchs Ventil hindurchlassen , sind eigentlichvereinbarte Saug- und Druckwerke. Indessen kann auch ein Saugwerkmit einem Druckwerke so verbunden sein , dafs der Kolben blofs das Wassersauget, und beim Niedergehen in eine seitwärts gehende Röhre hinein drückt,und solche Kuustweike heifsen ganz eigentlich vereinbarte Saug-undDruckwerke (Antlia suctoria simul et compressoriaPompe aspir ante etfoulanlc) , Saug-und App r cs s ion sp umpen oder auch nur Druck-werke. Diese Einrichtung giebt man gewöhnlich den doppelten Druckwer-ken der Feuerspritzen, deren Knieröhren sich in einem einzigen Aus-gufsrohre vereinigen. Um nemlich zu vermeiden, dafs beim Anfänge desWechsels der Kolben beider Druckwerke der Spritze das Aus gießen desWassers auf einen Augenblick unterbrochen wird, versieht inan die Fetter-