AtmOSPH/EBISCHB L u f t und W a s 3 r b .
S La fs lieber.
besonders abgedruckt war, unter dem Titel: Note sur Ic belier hgdrau-Hr/ue , et sur la moniere d’en calculer les effets\ parle C. Montgolfier.In dieser Schrift sucht Montgolfier die Wirkung des Stofshebers zubestimmen ; es fehlt aber den Gründen seines Räsonnements an Evidenzund au Belegen durch Erfahrungen über die Wirkung dieser Maschine.Was an Mo n tg o 1 fie r’s Schrift fehlte, hat Herr Joh. Alb. Eytel -w ci n in seinen B e m erlcu u g en über die W i r k u n g und vorthei l-hafte Anwendung des Stofshebers u. s. w. (Berlin 1805), aus wel-chen wir das Folgende entlehnt haben, geleistet.
Die wesentlichen Theile des Stofshebers bestehen in Folgendem : DerDru ck.be h älter A, Taf. XXV, Fig. 1, wird durch die Leit roh re Bmit dem Windkessel C, in welchem die Steigrohre D befestigt ist) ver-bunden. Am Finde der Leitröhre befindet sich das Steigventil E (sou-pape d'aseension) , welches* sich nach dem Winkessel zu öffnet und dasZuriiekfliessen des Wassers aus dem Windkessel und der Steigrohre ver-hindert; kurz vor dem Windkessel aber ist an der Seitenwand der Leit-röhre das S p er r b eh äl t n i fs F mit dem Sperrventil (soupape d'arret) ,welches sich gegen die Leitröhre öffnet, und dem Wasser in der Leitröhreden Ausgang versperrt. Der Windkessel mit den beiden Ventilen oder derRumpf des Stofshebers (corps du belier') ist Fig. 2 im Durchschnitt undGrundrifs genau nach einem Modell abgebildet, weiches Gillg im Jahre1803 von Montgolfier in Paris mit der Versicherung erhalten hatte, dafsunter allen möglichen Anordnungen nach seinen Versuchen dies die bestesei. Sonst hat man auch schon dem Stofsheber eine andere Einrichtung inAbsicht des Sperrventills gegeben, und dasselbe am Ende der Leitröhre an-gebracht ; indem es sich entweder nach aufgehobenem Gegendruck durchsein eigenes Gewicht öffnete, Fig. 3, oder ein Gegengewicht ausserhalbdes Ventils, Fig. 4, das Oeffnen bewirkte. Diese beiden Einrichtungen sindbesonders dann anzuwenden , wenn kein Aufstau oder Druckwasser vor-handen, und ein schnell strömendes Wasser die Stelle des Drucks ersetzenmufs.
Angenommen nun, dafs die Steigrohre noch nicht bis zum Ausgufs mitWasser angefüllt ist, so liegt nach hydrostatischen Gesetzen der Wasser-spiegel des Druckbehälters mit dem in der Steigrohre gleich hoch, voraus-gesetzt, dafs das Sperrventil F, Fig, 1. durch den Druck des Wassers ver-schlossen bleibt. Dieses Verschliessen des Sperrventils setzt voraus, dafsder bewegliche Theil desselben, oder die Sperrscheibe , weniger wiege,