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Dritter Band
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Atmosphärische Luft und Wassis.

Stofsheber.

tritt so lange aus derselben, bis dieselbe wieder verschlossen ist. Beim An-stofsen der Scheibe gegen die Sperröilhung hört man einen merklichen Schlag,welcher aber weit heftiger ist, wenn die Sperrscheibe ihren tiefsten Standerreicht, und so stark werden kann, dafs eine nicht hinlänglich befestigteScheibe vom Ventile abgerissen wird.

Bei diesem Spiele der Maschine hifst sich das Steigen der Sperrscheibedurch den Druck des ausfliessenden Wassers leicht erklären ; aber nichtso leicht läfst sich einsehen, weshalb der Sperrscheibe, wenn die Ventilöff-nung .einmal verschlossen ist, wieder herunter fällt, da gewöhnlich ihr Ge-wicht weit kleiner ist, als der Druck des Wassers in der Leitröhre. DieserDruck des Wassers ist bei einigen Versuchen Eljtelweins wohl hundertMal so grofs gewesen , als der Gegendruck vom Gewicht der Sperrscheibe,und dennoch ist das Spiel der Scheibe nicht unterbrochen. Man hat denZurückgang der Scheibe auf Rechnung der Elasticität des Metalls setzenwollen ; allein dafs diese nur einen sehr geringen Einflufs haben kann,beweist der 'Stillstand der Scheibe, wenn wenig Wasser in der Steigrohreist, und noch mehr einige von Ei/t e hucin angestellte Versuche mit Sperr-scheiben, deren Elasticität man dadurch verminderte, dafs man sie mit Lederumgab ; ohne dafs sich ein wesentlicher Unterschied im Spiel der Maschinehätte bemerken lassen. Es kann daher die wesentliche Ursache von derFortsetzung der auf- und niedergehenden Bewegung der Sperrscheibc weder•in der Elasticität der Scheibe, noch allem in dem Gewichte derselben ge-sucht werden, vielmehr nnifs die Scheibe aus ganz andern Gründen sinken.Denn in dem Augenblick , wo zwischen der Kraft des Wassers der Leitröhreund zwischen dem Gegendruck der Luft und des Wassers in der Steigrohre,ein Gleichgewicht entsteht, wird wegen der gröfsern Druckhöhe in derSteigrohre das Gleichgewicht jetzt aufhören, und das Wasser in der Steig-rohre ein Uebergewicht erhalten , durch welches das Verschliesse» der Steig-Öffnung und eine Zurückbewegung des Wassers in der Leitröhre erfolgenmufs. Diese Bewegung, wird vermöge der Trägheit auftli dann noch fort-wahren, wenn das Steigventil schon geschlossen ist. Das unter der Sperr-scheibe befindliche Wasser strebt alsdann sich davon zu entfernen, derDruck gegen die Scheibe wird aufgehoben, und vermöge ihres eigenen Ge-wichts und durch den Druck der Atmosphäre entstehet das Oeffnen der-selben. Die Zurückbewegung des Wassers gegen den Druckbehälter mufsdesto beträchtlicher sein, je länger die Steigrohre, je kleiner die Druck-hohe, und je kürzer die Leitröhre ist. Auch kann man sich von der Zu-

rüekbe-